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Nienstädt Brand auf Feld in Liekwegen: Feuer greift auf Gartenhütten über
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Brand auf Feld in Liekwegen: Feuer greift auf Gartenhütten über
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20:40 25.07.2019
Mehr als 80 Feuerwehrleute sind auf dem brennenden Feld im Einsatz. Quelle: isa
Liekwegen

Mehr als 80 Feuerwehrleute sind am Donnerstagmorgen im Einsatz gewesen, als an der Hüttenstraße in Liekwegen ein Stoppelfeld abbrannte. Auch eine Gartenlaube und eine Hecke fielen den Flammen zum Opfer. Was den Brand verursacht hat, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Die Hüttenstraße führt von der B 65 hoch zur Liekweger Straße, die wiederum am Rand des Bückebergs entlangführt. Das Stoppelfeld, das gestern abbrannte, gehört einem Landwirt, der in der Nähe wohnt. Es ist etwa 300 mal 300 Meter groß. Um 11.32 Uhr war der Alarm eingegangen. Die mehr als 80 Feuerwehrleute, die in den folgenden Stunden im Einsatz waren, verteilten sich auf alle Wehren der Samtgemeinde Nienstädt, dazu kamen Einsatzkräfte aus Stadthagen und Wendthagen. Bis 16 Uhr war eine Brandwache an der Hüttenstraße vor Ort.

Feuer springt in alle Richtungen über

Die Leitung des Einsatzes lag in den Händen von Lutz Enning, stellvertretender Brandmeister in Liekwegen. „Weil das Feld im wahrsten Sinne des Wortes strohtrocken war, breitete sich das Feuer rasant bis an alle Feldränder aus“, sagte er.
„Das Feuer sprang in alle Richtungen, sodass wir die Einsatzkräfte aufteilen musten“, erklärte Enning. Unter anderem galt es, Privatgrundstücke zu sichern und einen Haufen Reisig nicht in Flammen aufgehen zu lassen. Von mehreren Bewohnern der Hüttenstraße war am späten Nachmittag zu erfahren, dass das Feuer in der Mitte des Stoppelfeldes ausgebrochen sei.

An Wasser kamen die Wehren recht einfach, weil an der Hüttenstraße die Hauptversorgungsleitung der Stadtwerke Schaumburg-Lippe verläuft. „Es ist wirklich keine Selbstverständlichkeit, dass das so unproblematisch läuft“, sagte Enning.
Temperaturen von 38 Grad brachten die Feuerwehrleute, die im Einsatz schwere Schutzkleidung trugen, an ihre körperlichen Grenzen. „Wir hatten viel damit zu tun, Getränke heranzuschaffen und zu verteilen“, sagte Enning. Liekweger und Nienstädter halfen und spendeten Mineralwasser. „Nach allerspätestens 30 Minuten unter Last mussten wir die Leute von der vordersten Front abziehen“, so Enning, „mehr ist unter diesen Bedingungen nicht zu leisten.“

Trockenheit wird zum Problem

Liekwegens stellvertretender Brandmeister merkte an, dass alle Schaumburger Wehren immer mehr mit dem Thema Trockenheit zu tun haben. „Ich mag mir nicht vorstellen, wie so ein Feuer ausgeht, wenn der Zugang zum Wasser nicht so günstig liegt wie in der Hüttenstraße“, sagte er.

Mit diesem Thema müssten sich die Wehren und die Kommunen unbedingt befassen. Enning nannte ein Beispiel: „Wenn die Schutzanzüge Klimaanlagen haben, können wir unsere Leute länger in den Einsätzen lassen.“

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