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Nienstädt Gemeinde Nienstädt misst Geschwindigkeiten und gibt Erkenntnisse weiter
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Gemeinde Nienstädt misst Geschwindigkeiten und gibt Erkenntnisse weiter
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14:07 30.01.2020
Mit 141 Stundenkilometern durch die Tempo-50-Zone. Quelle: Tina Bonfert
Nienstädt

Mit 188 Stundenkilometern ist ein Fahrzeug durch die Gemeinde Nienstädt gerauscht, wo eigentlich nur Tempo 50 erlaubt ist. Diese und andere Erkenntnisse hat die Gemeinde Nienstädt nach ihrer Geschwindigkeitsmessung an der Bundesstraße 65 gewonnen.

Erkennbare Tendenz

Mehr als 85 Prozent der Fahrzeuge fahren ohnehin zu schnell. Die Daten sollen jetzt der Polizei übergeben werden. Nienstädts Bürger wünschen sich mehr Kontrollen, deshalb hatte die Gemeinde die Messungen veranlasst. „Es ging uns darum, eine Tendenz zu bekommen, das ist uns auch gelungen“, sagt Nienstädts Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann.

Vom 7. bis zum 13. Januar sei in Höhe des Gewerbegebietes Schnatwinkel der Verkehr auf der B 65 in Richtung Stadthagen gemessen worden. Vom 14. bis zum 21. Januar dann in der Gegenrichtung. Wie viele Fahrzeuge insgesamt die Messstationen passiert haben, sei nicht zu ermitteln, weil die Instrumente nur eine Fahrbahn erfassen könnten.

Mit 141 Stundenkilometern durch die Tempo-50-Zone

Jede Richtung habe aber zwei Fahrspuren. Die Daten zeigen jedoch, dass im ersten Zeitraum 85 Prozent der gemessenen Fahrzeuge im Schnitt 68 Stundenkilometer auf dem Tacho hatten. Der schnellste in der knappen Woche fuhr mit 141 Stundenkilometern. Auf der Gegenfahrbahn – also in Richtung Bückeburg – fahren 85 Prozent im Durchschnitt 69 Stundenkilometer. Der größte Ausreißer wurde mit 188 Stundenkilometern erfasst.

„Für uns war es wichtig, dass erst einmal festzustellen und zu erreichen, dass die Leute vorschriftsmäßig fahren“, sagt Wiechmann, „wir werden das jetzt an die Polizei schicken.“ Anlass für die Messungen waren Beschwerden von Anwohnern, die sich über zu hohe Geschwindigkeiten auf der Bundesstraße beschwert hatten.

Verkehrssünder sanktionieren

Dass dies keine subjektive Fehleinschätzung ist, scheinen die Zahlen zu belegen. „Die meisten fahren in dem Bereich 60 bis 80“, sagt Wiechmann. Die Gemeinde hofft nun, dass die Polizei die Zahlen zum Anlass nimmt, an de Bundesstraße auch einmal zu blitzen und die Verkehrssünder auch zu sanktionieren. von Babette Jakobs

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