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Nienstädt Mehr Kosten und weniger Platz?
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Mehr Kosten und weniger Platz?
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22:48 28.06.2018
An der Liekweger Kindertagesstätte stehen Baumaßnahmen an – die nicht zulasten des Spielbereichs gehen sollen.
An der Liekweger Kindertagesstätte stehen Baumaßnahmen an – die nicht zulasten des Spielbereichs gehen sollen. Quelle: tro
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Liekwegen

Dies berichtete er in der vergangenen Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses der Gemeinde Nienstädt.

Hein stellte den aktuellen, mit den prüfenden Stellen abgestimmten Planungsstand vor. Im Fokus stand dabei die Frage nach einem zweiten Fluchtweg aus dem Obergeschoss. Unter den dringend erforderlichen Brandschutzmaßnahmen, deren Kosten um etwa 50 000 Euro höher ausfallen, ist nun eine Fluchttreppe, die wegen des geringeren Gefälles nicht vorne, sondern hinten aus dem Gebäude führt und mit einem Spielgerät kombiniert wird. Alternativ könnte diese Treppe im Neubau untergebracht werden.

Allzu viele Gestaltungsmöglichkeiten gebe es nicht, da das Gebäude eigentlich nicht ideal für die Nutzung als Kita geeignet sei, so Hein. Die weiteren Umbau- und Umgestaltungsarbeiten im Bestand (wir berichteten) würden nun rund 70 000 Euro mehr kosten. Eine Steigerung war generell absehbar gewesen. Man müsse mit einem Aufschlag von 20 Prozent kalkulieren, habe er bereits Anfang des Jahres gesagt.

Schnelle Lösung gewünscht

Die aktuelle Gesamtsumme bereitete den Ausschussmitgliedern dennoch Kopfzerbrechen. „Das ist ganz schön gewaltig“, sagte Christiane Reckmann (SPD) unter Zustimmung der weiteren Anwesenden. „Da muss man fast überlegen, ob wir einen Neubau auf die grüne Wiese stellen.“

„Es ist klar, dass wir die Krippenplätze brauchen. In Anbetracht der hohen Kosten wäre es aber schade, wenn so viele Kröten geschluckt werden müssten“, hieß es vonseiten der Elternvertreterinnen. Damit waren vor allem die Pläne für das Außengelände gemeint: Die Fluchttreppe durchschneide den Spielbereich, damit gehe Platz verloren. Dieser solle aber in jedem Fall erhalten bleiben.

Das Planungsbüro soll nach Wunsch des Kinder- und Jugendausschusses nun einen Entwurf erarbeiten, der die Ergebnisse der Diskussion berücksichtigt. Nach Möglichkeit soll dieser bereits zur Verwaltungsausschusssitzung am 12. Juli vorliegen. „Wir brauchen schnell eine Lösung“, sagte Reckmann. Allein wegen der Kosten müsse darüber aber auch noch einmal in den Fraktionen beraten werden. tro