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Nienstädt Sex mit Pferd und Pony in Sülbeck: Polizei wertet Video aus
Schaumburg Nienstädt Nienstädt Sex mit Pferd und Pony in Sülbeck: Polizei wertet Video aus
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19:27 29.07.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Sülbeck

Die Aufnahmen sind nur zustande gekommen, weil die Besitzerin bereits im April 2018 einen Verdacht auf Sodomie hatte und in der Folge Überwachungskameras auf dem Gelände installierte.

„Ich habe ein Kondom und eine Unterhose im Stall gefunden“, sagt die 34-Jährige über den Vorfall von 2018. Zudem hatte der Unbekannte das Pony, das ansonsten freie Auslaufmöglichkeiten habe, in eine Box eingesperrt. Obwohl sie die Polizei und einen Veterinär eingeschaltet hatte, sei der Vorfall vergangenes Jahr nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Nun wolle sie aber andere Pferdehalter und Betreiber von Reitställen warnen, sagt die Halterin. Deshalb informiert sie in sozialen Medien und einschlägigen Foren über den neuerlichen Vorfall.

Mann spaziert seelenruhig durch Stall

„Ich stand Samstag und Sonntag unter Schock“, schildert die Besitzerin die Reaktion, nachdem sie auf den Videoaufnahmen entdeckt hatte, dass ein Mann scheinbar seelenruhig in ihrem Stall herumspaziert. Die Besitzerin ist sicher, den Mann auf den Videosequenzen nicht zu kennen, hofft aber, dass die Polizei den Täter findet.

Die Überwachungsanlage, die auch mit Nachtsichtoptik ausgestattet ist, hatte die 34-Jährige gleich nach dem Vorfall im April 2018 installieren lassen. Laut Polizei hat die Anlage aufgezeichnet, wie der Mann am vergangenen Sonnabend um 4 Uhr nachts den Stall verließ und an seiner Kleidung herumnestelte.

Die Vorgehensweise 2018 ist ähnlich gewesen

Die Beamten nehmen sich jetzt die Videoaufnahmen genauer vor, sagt Axel Bergmann, Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Die Videosequenzen seien von der Pferdehalterin inzwischen zur Verfügung gestellt worden. Allerdings liegen bisher noch keine Ergebnisse vor. Auch die übrigen Spuren, die die Polizei auf dem Reiterhof gesichert hat, werden geprüft und Abstriche von den Körpern der Vierbeiner von einer Veterinärin untersucht.
Die Vorgehensweise im Fall vom vergangenen Jahr sei sehr ähnlich gewesen, bestätigt Bergmann. Die Spuren hätten damals Schlüsse auf sodomitische Handlungen zugelassen, aber keine Hinweise auf einen Täter gegeben.

Von Babette Jakobs