Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Samtgemeinde Nienstädt Aufregung zur Ortsumgehung verfrüht?
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Aufregung zur Ortsumgehung verfrüht?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:01 04.05.2018
Die zunehmende Verkehrsbelastung auf der B 65 bei Nienstädt ist seit Jahren Thema bei den dortigen Anwohnern.
Die zunehmende Verkehrsbelastung auf der B 65 bei Nienstädt ist seit Jahren Thema bei den dortigen Anwohnern. Quelle: tbh
Anzeige
NIENSTÄDT/LANDKREIS

Feuerbach kann den momentanen Wirbel nicht verstehen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es gar keinen konkreten Anlass, um über die Umgehung kontrovers zu diskutieren.

„Ich war vier Wochen im Urlaub und habe jetzt mit großem Erstaunen die Berichterstattung zur Ortsumgehung Nienstädt gelesen“, sagt Feuerbach. Wie berichtet hatte sich eine Bürgerinitiative gegen die Ortsumgehung gegründet, während der SPD-Samtgemeindeverband Nienstädt mehrheitlich für eine neue Trasse votierte.

Beide Seiten sind nach Meinung von Feuerbach viel zu früh dran. Das verunsichere die Bürger, die denken könnten, dass der Bau bereits beschlossene Sache sei. „Es gibt noch nicht mal einen Startschuss, im Bundesverkehrswegeplan gibt es nur Grobentwürfe“, sagt der Fraktionsvorsitzende.

„Das Einzige, was neu ist, ist, dass im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, mehr Geld für den Straßenverkehr auszugeben und alle Projekte, die Planungsreife haben, in den nächsten Jahren zu realisieren“, erklärt Feuerbach.

Planungsreife habe die Ortsumgehung Nienstädt jedoch noch lange nicht, obwohl diese als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan eingestellt worden sei. „Da kann man über Größenordnungen von 15 bis 20 Jahren reden.“

Zum Vergleich verweist Feuerbach auf den jahrelangen Planungsprozess zum B 65-Ausbau zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf, der offenkundig heute immer noch nicht ganz abgeschlossen sei.

Zur Nienstädt-Umgehung generell fragt sich Feuerbach, ob so ein finanzieller Aufwand „von 20 bis 40 Millionen Euro überhaupt sinnvoll“ ist. Er glaubt, dass zurzeit Schallschutzmaßnehmen an der B 65 nicht umgesetzt werden, „weil das Thema Ortsumgehung noch im Raum steht“. Er würde dafür plädieren, „Lärmschutzmaßnahmen für die Anlieger dort zu ergreifen“.  bab