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Samtgemeinde Nienstädt B65 in Nienstädt: Lärmaktionsplan beschlossen
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt B65 in Nienstädt: Lärmaktionsplan beschlossen
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20:03 27.06.2019
Der Lärmaktionsplan bildet die Grundlage für die Zukunft der B65. Quelle: Archiv
Nienstädt

Einen Lärmaktionsplan müssen die Nienstädter aufstellen, weil die Europäische Gemeinschaft vor 17 Jahren eine Richtlinie zu diesem Thema erlassen hat. Die Lärmwerte, die die Straßenbauverwaltung Hameln, Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, hierfür ermittelt hat, schienen dem Samtgemeinderat zu niedrig zu sein. Also beauftragte man das hannoversche Planungsbüro PGT, an der Straße genauer hinzuhören. Der Lärmaktionsplan lag jetzt öffentlich aus, sodass Bürger Stellung nehmen konnten.

PGT-Geschäftsführer Heinz Mazur verwahrte sich in der Ratssitzung gegen Anwürfe, sein Büro habe ein „Gefälligkeitsgutachten“ gefertigt. Hintergrund: Vor allem die Bürgerinitiative pro alte B65 (Bipab65) befürchtet, dass Politik und Verwaltung die Lärmwerte künstlich hochrechnen, um Argumente für den Bau einer Umgehungsstraße zu sammeln, der sie kritisch gegenüber stehen. „Wir sind unabhängig, und wir haben richtig gemessen“, betonte Mazur.

Verengung und  Tempolimits

Bevor die Ratsmitglieder den Beschluss fassten, stellte Friedrich Deventer (Grüne) den Antrag, diesen Beschluss in zwei Teile zu zerlegen. Zum einen solle es um den Auftrag an die Samtgemeindeverwaltung gehen, mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der B65 zu verhandeln. Dabei geht es unter anderem um eine Verengung des Verkehrswegs zugunsten von Radfahrspuren und um Tempolimits, die gerade nachts greifen sollen. Dies beschloss der Rat dann auch einstimmig.

Der zweite Teil des Beschlusses wurde strittig abgestimmt. Demnach soll Bürgermeister Köritz mit der Landesbehörde auch besprechen, wie der Bau der Ortsumgehung bewerkstelligt werden könnte. Das Projekt befindet sich im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Mit der Mehrheit der SPD-Stimmen gegen die meisten CDU- und Grünen-Stimmen ging dies ebenfalls durch. ab