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Samtgemeinde Nienstädt Feuerwehr Tallensen-Echtorf beantragt neue Fahrzeughalle - Politik wartet
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Feuerwehr Tallensen-Echtorf beantragt neue Fahrzeughalle - Politik wartet
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16:31 27.11.2019
Die modernen Fahrzeuge sind zu groß für die bestehende Fahrzeughalle.  Quelle: Symbolbild, dpa
Samtgemeinde Nienstädt

Die Feuerwehr Tallensen-Echtorf wünscht sich einen Anbau für Fahrzeuge an ihr bestehendes Gerätehaus. Ob die Samtgemeinde dem Antrag stattgeben wird, ist allerdings auch nach der Sitzung des Feuerschutzausschusses des Samtgemeinderates weiter fraglich. Die Politiker stimmten dafür, das Thema zunächst in den Fraktionen zu beraten. Dabei geht es wohl auch um die Frage zur weiteren Zukunft der kleineren Ortswehren.

Das Problem in Tallensen-Echtorf liegt vor allem im Alter des Feuerwehrhauses, Baujahr 1966. Seitdem haben sich nicht nur energetische Vorgaben verändert, sondern auch die Sicherheitsbestimmungen. So ist die Fahrzeughalle schlicht zu klein für die großen, modernen Feuerwehrfahrzeuge. Ein 2003 angeschafftes Fahrzeug kann nach Auskunft von Ortsbrandmeister Jens Steierberg nur mit ausgeklappten Spiegeln in die Halle gefahren werden.

Kein Platz zum Ein- und Aussteigen

Weil zwischen Wagen und Wand kein Platz ist, können die Kameraden nur außerhalb der Halle ein- und aussteigen. Das gilt auch für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), das in naher Zukunft einen alten Gerätewagen (GW) ersetzen soll. 

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„Wir haben die Samtgemeinde wiederholt darauf hingewiesen“, sagt Steierberg. Denn aus dem Verstoß gegen die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) ergebe sich erhebliches Gefährdungspotenzial für die Brandschützer. Der Wunsch der Feuerwehr: Auf der Rasenfläche hinter dem Gerätehaus soll ein Anbau mit zwei Stellplätzen entstehen.

Übergangsregelungen greifen

Der Platz dafür sei da, verwies Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz während der Ausschusssitzung auf das 1300 Quadratmeter große Grundstück. Da das neue TSF allerdings den Maßen des alten Gerätewagens entspreche, sei ein Umbau nicht notwendig. Somit greife die Übergangsregelung der Unfallverhütungsvorschriften für Feuerwehren. Diese erlaubt es, Gebäude, die den aktuellen UVV nicht entsprechen, unverändert weiter zu nutzen, solange keine wesentlichen Erweiterungen oder Umbauten vorgenommen werden.

Gemeinsames Gerätehaus mit Seggebruch?

Auf Anregung Köritz’ stimmten die Ausschussmitglieder zu, das Thema in den Fraktionen zu beraten. Der Samtgemeindebürgermeister gab den Politikern mit auf den Weg, doch über eine „vernünftige Komplettsanierung“ auch an einem anderen Standort nachzudenken. Damit wolle er aber nicht die Ortswehr an sich in Frage stellen, sondern lediglich die beantragte Baumaßnahme, betonte der Verwaltungschef nachdrücklich.

Für die Feuerwehr Tallensen-Echtorf stellt sich nun die Frage, ob die Politik über ihren Antrag hinaus auch grundsätzlich über die Zukunft der drei Seggebrucher Ortswehren in einem gemeinsamen, modernen Gerätehaus nachdenkt. von Katharina Grimpe

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