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Samtgemeinde Nienstädt Grüne: Straßen schaffen keine Arbeitsplätze
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Grüne: Straßen schaffen keine Arbeitsplätze
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15:50 18.06.2018
Die Bürgerinitiative will die Anwohner an der B65 entlasten und keine neue Straße haben. Die Grünen im Samtgemeinderat Nienstädt begrüßen das.
Die Bürgerinitiative will die Anwohner an der B65 entlasten und keine neue Straße haben. Die Grünen im Samtgemeinderat Nienstädt begrüßen das. Quelle: kil
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Samtgemeinde Nienstädt

„Wir brauchen keine leeren Sprachhülsen namens Verkehrswende, sondern Veränderungen in Richtung umweltschonender Mobilität mit weniger und anderen Autos." Das teilt die Samtgemeinde-Fraktion der Grünen mit.

Damit wenden sich die Grünen gegen die Resolution der Samtgemeinde-SPD in Nienstädt, die den Bau der Umgehungsstraße fordert (SN berichteten). In der öffentlichen Debatte der vergangenen Wochen seien Argumente für das „Für und Wider erneut vorgetragen worden, sodass sich der aufmerksame Zeitungsleser bereits eine Meinung zu diesem Thema bilden konnte“, schildern die Grünen.

Lob für Bürgerinitiative

Dass sich nun eine Bürgerinitiative gegründet hat, kommt bei den Grünen gut an: „Als Samtgemeinderatsfraktion in Nienstädt begrüßen wir diesen Schritt als einen Beitrag zu einer Veränderung der Verkehrspolitik in dem oben genannten Sinne.“ Positiv bewerten die Grünen die Tatsache, „dass sich die Bürgerinitiative auch ausdrücklich für die Entlastung der Anwohner der B65 in Nienstädt und Sülbeck stark macht“.

Die Grünen sind der Ansicht, dass das gesamte derzeitige Konzept für die Bundesstraße zwischen Bad Nenndorf und Vehlen „ein Flickwerk“ ist, welches die vorhandenen Probleme nicht löse, sondern eher verschärfe und zu einer noch höheren Verkehrsbelastung führen würde – zumindest in Gelldorf, wo der gesamte Verkehr weiter durch den Ort verlaufen würde.

Biotop am Bruchhof in Gefahr

Die Grünen sorgen sich um die Versiegelung der grünen Flächen. „Am Bruchhof würde ein Biotop großflächig zerstört. Deshalb gehört die laufende Straßenplanung auf den Prüfstand“, fordert die Fraktion. In dem Sinne unterstützen die Politiker den Ansatz des Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kreistag, Gunter Feuerbach, der sich gefragt hat, ob diese 20 bis 40 Millionen Euro für dieses Projekt wirklich noch ausgeben werden sollen.

„In der Vergangenheit war es sicher so, dass ein gutes Straßennetz mit dazu beigetragen hat, dass wirtschaftliche Prosperität mit der Entstehung neuer Arbeitsplätze einherging.“ Das hat sich nach Angaben der Grünen geändert und werde sich im Zuge der Digitalisierung noch weiter verändern. Wohin die Reise gehen werde, sei zwar in vieler Hinsicht noch offen, eines scheint der Fraktion aber sicher: „Neue Straßen schaffen Arbeitsplätze“, das gelte heute nicht mehr. Die Grünen werfen die Frage auf: „Mit welcher Infrastruktur gehen wir in die Zukunft?“ kil