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Samtgemeinde Nienstädt Kreisbereitschaft Süd: Löschfahrzeug muss in Nienstädt bleiben
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Kreisbereitschaft Süd: Löschfahrzeug muss in Nienstädt bleiben
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20:48 28.11.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Samtgemeinde Nienstädt

Die Ortswehr hatte darum gebeten, dass nicht nur aktive Mitglieder, sondern auch das neue allradangetriebene Löschfahrzeug der Ortsfeuerwehr im Fachzug Wassertransport der Kreisbereitschaft Süd aushelfen darf. Die Kreisbereitschaft wird angefordert, wenn die einzelnen Ortswehren bei Großbränden und Gefahrenlagen Unterstützung brauchen. Dabei ist die Kreisbereitschaft nicht nur im Schaumburger Land, sondern auch in anderen Bundesländern im Einsatz. Jüngstes Beispiel war der Moorbrand in Meppen.

Kein Löschfahrzeug vor Ort verfügbar?

Problematisch für den Ausschuss ist nicht etwa die Mitarbeit der Feuerwehrleute, sondern die Gefahr, dass das Löschfahrzeug bei Einsätzen jenseits der Landkreisgrenze tagelang nicht vor Ort verfügbar ist. In diesem Fall könne das Einsatzkonzept der Samtgemeindefeuerwehr Nienstädt nicht aufrechterhalten werden, erklärte Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz. Das Einsatzkonzept sieht große wasserführende Fahrzeuge zum Ersteinsatz bei entsprechenden Gefahrenlagen vor. Das Löschfahrzeug in Schierneichen fasst 2800 Liter.

„Unsere Unterstützung für die Kreisbereitschaft ist groß, aber hier ist eine Grenze erreicht“, sagte Köritz. Dem konnten sich alle Fraktionen anschließen.

Ebenfalls einstimmig war der Beschluss zum Haushaltsplan für das kommende Jahr. Zuu den „üblichen Ersatzbeschaffungen“, wie es in der Beschlussvorlage heißt, kämen noch Ausgaben für die Umstellung auf verschlüsselbare Meldeempfänger, einen Hubtisch für das Schlauchlager, einen „Pressluftatmer“ und D-Hohlstrahlrohre sowie vier Gasmessgeräte. Außerdem hat die Verwaltung zusätzliches Geld für den Ersatz alter Einsatzkleidung in den Haushalt eingeplant.

Abschließend dankte Köritz dem Feuerwehrkommando für die Arbeit, „auch wenn nicht alle Anträge bestätigt werden konnten“. Sein Wunsch für die Kameraden: „Kommen sie alle heil und gesund wieder zurück, wenn sie ausgerückt sind.“

Von Katharina Grimpe

Asbest-Arbeitsgruppe soll eingerichtet werden

Gemeindebrandmeister Dieter Sebode hat den Mitgliedern des Feuerschutzausschusses über die Einsätze der Nienstädter Wehren berichtet. Die derzeit 269 aktiven Kameraden seien 2019 bisher zu 53 Einsätzen und vier Übungen ausgerückt. Darunter waren 16 Brandeinsätze wie jener Ende Oktober am Georgschacht in Stadthagen und Anfang November im Nienstädter Gewerbegebiet. Bei den 29 Hilfeleistungen sei ihm besonders der Einsatz in Erinnerung geblieben, als die Feuerwehr ein Kind aus einem verschlossenen Auto habe befreien müssen.
Außerdem erklärte Sebode, dass die Samtgemeindefeuerwehr nach dem Brand beim Entsorgungsunternehmen PreZero in Stadthagen eine Arbeitsgruppe einrichten wolle, die sich um das Thema Asbest kümmere. Nach dem Einsatz und der Sorge einer Verunreinigung der Einsatzkleidung durch Asbest sei „viel geredet und zerredet“ worden. „Auch hier, mit unseren alten Höfen, kann das passieren“, sagte der Gemeindebrandmeister. Die Arbeitsgruppe soll klären, wie sich die Brandschützer auf derartige Gefahren vorbereiten sollten. kcg

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