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Samtgemeinde Nienstädt Sturm pustet Problem von der Agenda
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Sturm pustet Problem von der Agenda
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19:12 21.05.2018
Der ganze Bereich am Ehrenmal (kleines Bild) am Sportpark wird neu gestaltet
Der ganze Bereich am Ehrenmal (kleines Bild) am Sportpark wird neu gestaltet Quelle: bab
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Samtgemeinde Nienstädt

Denn dadurch, dass Helpsen dort nach dem Sturm Mitte Januar mehrere Bäume entfernen musste, kommt das Ehrenmal nun wieder besser zur Geltung, was dem Seniorenbeirat der Samtgemeinde Nienstädt und der Gemeinde Helpsen ein großes Anliegen war, im Gemeinderat aber kontrovers gesehen wurde.

Seniorenbeirat wollte Denkmal versetzen

Wie berichtet, hatte der Seniorenbeirat beantragt, das Ehrenmal aus seinem Schattendasein in dem Wäldchen am Sportpark herauszuholen und ihm durch Versetzung an einen neuen Platz die gebührende Wertschätzung zu verleihen. Die Mehrheit im zuständigen Gemeinderat Helpsen zeigte Verständnis und einigte sich darauf, die Bürger in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Kritisch hatte dies Ratsherr Friedrich Deventer (Grüne) gesehen, der davon sprach, dass das Denkmal auf ein „verbrecherisches System“ hinweise. Er hatte gefordert, das Ehrenmal dort zu belassen.

Die Steinplatten des Denksmals sollen noch aufgearbeitet werden.

Steinplatten sollen noch aufgearbeitet werden

Dies wird jetzt wohl auch der Fall sein, wenn es nach dem Seniorenbeirat geht. Dieser hat nämlich in seiner jüngsten Sitzung die neue Situation am Sportpark beurteilt und ist durchaus zufrieden, dass nun das Ehrenmal wieder zur Geltung kommt. Allein die Steinplatten und die eingeprägten Namen der Gestorbenen müssten noch aufgearbeitet werden, befand Seniorenbeiratsvorsitzender Gerhard Kording. Auch die anderen Mitglieder ließen sich überzeugen.

Herbert Stahlhut hatte zu Demonstrationszwecken Fotos vom derzeitigen Zustand herumgereicht. Er sei mit Bürgermeister Manfred Kesselring vor Ort gewesen und habe die Pläne der Gemeinde erörtert. Der Kinderspielplatz dort soll aufgewertet und eine zweite Einfahrt eingerichtet werden. „Das wird hervorragend aussehen. Es wäre totaler Mumpitz, wenn das Denkmal da weggerissen wird“, findet Stahlhut.

Antrag wurde zurückgezogen

Und auch Kording sieht keine Veranlassung mehr, am ursprünglichen Plan festzuhalten. „Wir brauchen keine Bürgerbefragung mehr“, sagte er. „Wenn das eine kleine Parkanlage wird, steht das Denkmal im Mittelpunkt.“ Das Gremium einigte sich darauf, den Antrag zurückzuziehen. bab