Umbau der Grundschule Nienstädt: Mehrkosten übersteigt Finanzrahmen
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Umbau der Grundschule Nienstädt: Mehrkosten übersteigt Finanzrahmen

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15:51 16.07.2021
Quelle: Archiv
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Samtgemeinde Nienstädt

2,7 Millionen Euro hatte die Samtgemeinde Nienstädt für den Um- und Ausbau der Grundschule bereits eingeplant. Zuletzt kamen jedoch auf diesen Betrag noch einmal 100.000 Euro oben drauf. Die Schule bekommt neben einem Aufzug für die Barrierefreiheit auch eine Mensa inklusive sanitärer Anlagen. Durch das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Hannover wurde die beantragte Förderung des beschleunigten Infrastrukturausbaus der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder abgelehnt. Somit muss die Samtgemeinde die Kosten in vollem Umfang alleine tragen. Auf der Grundlage der Kreditrichtlinie wurden für die jüngste Sitzung des Samtgemeinderates mehrere Angebote eingeholt und anschließend vorgelegt.

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„Ich denke, wir sollten da kein Risiko eingehen“, kommentierte Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz die Vorlagen. Der Verwaltungsausschuss, der sich während der Sitzung kurzzeitig für eine Besprechung zurückgezogen hatte, sprach sich schlussendlich für das Angebot des Unternehmens Magral aus München aus. Das Unternehmen legte einen Vorschlag über ein Darlehen von zwei Millionen Euro mit einer jährlichen Tilgung von 66 000 Euro und einem Zinssatz von 0,64 Prozent über die gesamte Laufzeit von 30 Jahren vor. „Ein faires Angebot“, fasste Köritz zusammen. Unter den Ratsmitgliedern lösten die Angebote jedoch einige Diskussionen aus.

„Dass wir die Zahlen an diesem Abend vorgelegt und besprochen haben, ging einfach sehr schnell“, präzisierte CDU-Ratsfrau Martina Lohmann im Nachgang ihre Bedenken. „Ich hätte mir einfach gerne ein paar Minuten Zeit gewünscht, um die Zahlen durchzurechnen und in Ruhe alle Alternativen durchzugehen.“ Man habe dort schließlich einen Vertrag für die kommenden drei Jahrzehnte beschlossen. „Die Preise kommen tagesaktuell, viel Vorlauf konnten wir da nicht geben“, erklärte der Samtgemeindebürgermeister.

Fördergeld soll beantragt werden

Der Rat entschied sich nach einiger Beratung für das Angebot der Magral. Die zwei Millionen des Darlehens würden jedoch nicht die gesamten Baukosten abdecken, „Bei einer höheren Summe würden die Banken jedoch nur 50 Prozent auszahlen und zum gleichen Wert Rücklagen erwarten. Wir müssten vier Millionen aufnehmen, um zwei zu bekommen“, erklärte Köritz.

Die weiteren Kosten muss der Rat in den kommenden Monaten mit einem weiteren Darlehen versuchen abzudecken. Darüber hinaus plant die Verwaltung jedoch auch, einzelne Maßnahmen durch Fördergelder finanzieren zu lassen. Durch die jüngst im Bundeskabinett beschlossene finanzielle Unterstützung beim Einbau von Luftfiltern, sieht Köritz weitere Möglichkeiten. von Luisa Wellenbrock