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Samtgemeinde Nienstädt Umbau kostet rund zwei Millionen Euro
Schaumburg Nienstädt Samtgemeinde Nienstädt Umbau kostet rund zwei Millionen Euro
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07:42 28.11.2018
Auf der Rückseite der Grundschule Nienstädt soll die neue Mensa entstehen.
Auf der Rückseite der Grundschule Nienstädt soll die neue Mensa entstehen. Quelle: kil
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Samtgemeinde Nienstädt

Wie die Schule nach dem Um- und Anbau nach den Maßstäben der Inklusion aussehen wird, das hat der Schulausschuss in seiner jüngsten Sitzung erfahren. Wolfgang Hein vom Planungsbüro Vision21 in Obernkirchen stellte die aktuellen Pläne vor.

Während der Umbau der Toiletten möglichst schon in den Sommerferien 2019 angegangen werden soll, muss das Großprojekt – Aufzug und Anbau – noch bis 2020 warten. Die Samtgemeinde als Schulträger muss noch den Antrag auf Mittel aus der Kreisschulbaukasse sowie die Entscheidung über mögliche Bundesmittel abwarten. Die Kosten könnten in den kommenden Jahren natürlich noch steigen. Hein zufolge könne man von Jahr zu Jahr nochmals fünf Prozent drauf rechnen.

Energetische Optimierung prüfen lassen

Der Ausschuss stimmte den Plänen für die Erweiterung einstimmig zu – mit der ergänzenden Empfehlung, die Wirtschaftlichkeit für energetische Optimierung des Gebäudes insgesamt prüfen zu lassen. Die Verwaltung soll entsprechende Angebote einholen. Diese Anregung kam von Friedrich Deventer (Grüne) und Thomas Busche (CDU). Busche erkundigte sich vor allem nach der Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Schulgebäude. Platz dafür sei durchaus vorhanden, sagte Heine. Welche Maßnahmen am Ende auch wirklich effizient seien, könne man nicht ohne konkrete Prüfung sagen. „Jede Schule ist anders.“ Auf jeden Fall sei eine Nachrüstung von Solarpanels jederzeit möglich.

Deventer ging noch weiter. Er wüsste gerne, welche energetischen Maßnahmen generell möglich und sinnvoll wären. Wenn man so ein großes Projekt umsetze, dürfte man den Aspekt der Energieeinsparung nicht vernachlässigen, meinte der Grünen-Politiker. „Wir wollen uns von den Bürgern nicht vorwerfen lassen, uns nicht darum bemüht zu haben.“

Umwandlung zum Ganztag möglich

Die Erweiterung wird nötig, weil der Bedarf an Ganztagsbetreuung stetig steigt. „Noch bleibt es beim Modell Halbtagsschule mit anschließender Hortbetreuung“, erklärte Eberhard Koch (SPD), Vorsitzender des Ausschusses. „Eine Umwandlung zur Ganztagsschule wäre in den kommenden Jahren auch möglich.“

Die erweiterte Schule soll Platz für 14 Klassenräume, einen größeren Bewegungsraum und ausreichend Zimmer für den Hort und die Schulbibliothek bieten, die derzeit noch provisorisch in einem Container untergebracht ist.

Auf dem Schulhof wird eine große neue Mensa entstehen, schilderte Hein. Diese bekommt einen überdachten Zugang zum restlichen Schulgebäude und einen Zugang für die Essensanlieferung. Die Mensa wird größer als zunächst geplant, da man nun von insgesamt 150 Kindern ausgeht, die dort in zwei Zügen Mittagessen werden. „Die Mensa hat eigene WCs und eine Garderobe und ist auch für andere Veranstaltungen in sich nutzbar“, sagte Hein. Auch für die Fahrräder der Schüler wird es einen neuen überdachten Abstellraum geben, so der Planer.

Der Nienstädter Samtgemeindeausschuss wird am 17. Dezember über die aktuellen Pläne beraten und einen Beschluss fassen.

Von Kirsten Elschner