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Seggebruch Baugebiet: Erst 16, später 32 Häuser
Schaumburg Nienstädt Seggebruch Baugebiet: Erst 16, später 32 Häuser
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19:59 25.02.2019
„Im Cronsbruch II“ wird noch tüchtig gebuddelt und gebaggert, Ende März sollen hier 16 Häuser stehen.  Quelle: ab

Wer zurzeit durch die Felder auf Seggebruch zuläuft, sieht es schon von Weitem: In der Gemeinde passiert was. An der Straße stehen große Betonteile, auf dem glattgewalzten Feld liegt Sand, noch grüßt von fern der Kirchturm von Kirchhorsten. Den wird man demnächst nicht mehr sehen.

Bis Ende März, so hat die Baufirma angekündigt, sollen hier 16 Wohnhäuser in die Höhe wachsen. „Im Cronsbruch II“ heißt das Gebiet, das zum Bebauungsplan Nr. 11 der Gemeinde gehört. Das 16-Häuser-Ensemble ist dabei nur die Hälfte des gesamten Projekts. Gespiegelt an der Cronsbruchstraße ist gegenüber ein zweiter Bauabschnitt geplant.
„Wann dieser zweite Bauabschnitt kommt, ist davon abhängig, wie schnell die Häuser aus dem ersten Bauabschnitt vermarktet werden können“, sagt Ditmar Köritz, Gemeindedirektor in Seggebruch. Die Signale, die man vom Markt bekomme, machten Mut, sagt der Verwaltungsmann. Konkret: Vier der 16 Häuser sind so gut wie verkauft.

Vier Häuser sind so gut wie verkauft

Derzeit wird „Im Cronsbruch II“ mit Hochdruck die Baustraße angelegt, Gas, Strom, Wasser – alles in Arbeit. Bagger und Schaufellader sorgen für regen Baustellenverkehr. „Wie andernorts stellen wir auch in Seggebruch fest, dass die Zahl der Bewohner sinkt“, sagt Gemeindedirektor Köritz. Seinen Worten zufolge verzeichnete Seggebruch 2008 mit 1632 Köpfen den Höchststand, derzeit liegt man bei 1556. „Der Rückgang ist nicht so dramatisch wie in anderen Kommunen, aber wir wollen trotzdem gegensteuern“, sagt Köritz.

Um den Reiz, ins ländliche Seggebruch zu ziehen, zu erhöhen, hat der Rat eine Prämie ausgelobt. Zuzüglern bekommen für jedes Kind, das jünger ist als zwölf Jahre, 2500 Euro. „Schule und Kita sind nicht weit“, sagt Ditmar Köritz, außerdem habe man gerade die Seggebrucher Krippe erweitert.

Für Gemeinden wie Seggebruch ist es bares Geld wert, wenn sich ´Familien entscheiden, ihren Wohnsitz dort zu nehmen. „Die Gemeinde lebt von Steuern, besonders wichtig sind die Anteile an Einkommenssteuer und Umsatzsteuer, die hier hängenbleiben“, sagt Köritz. Dementsprechend hoch schätzt er die Bedeutung der mindestens 16, wahrscheinlich 32 Häuser ein, die am Dorfrand gebaut werden. „Sie werden maßgeblich dazu beitragen, die finanzielle Ausstattung der Gemeinde zu verbessern.“ ab