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Seggebruch In Seggebruch entsteht ein Mehrgenerationen-Park
Schaumburg Nienstädt Seggebruch In Seggebruch entsteht ein Mehrgenerationen-Park
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11:53 21.07.2019
In Seggebruch wird ein Mehrgenerationen-Park gebaut. Quelle: ab
Seggebruch

Die Strahlkraft des Mehrgenerationen-Parks, der „In den Zäunen“ entsteht, dürfte über die Gemeinde Seggebruch hinaus gehen. Derzeit regieren auf dem Gelände noch zwei hohe Kräne. Die Handwerker haben die Baugrube ausgehoben und verkleidet, ab jetzt geht es in die Höhe.

Als Modell-Projekt will der Mehrgenerationen-Park Menschen aus sehr unterschiedlichen Lebenslagen ein gemeinsames Zuhause bieten: Singles und Familien, Alten und Jungen, Behinderten und Nicht-Behinderten, Deutschen und Migranten. Von der Idee des Vereins unter Leitung von Manuela Tarbiat-Wündsch zeigt sich auch das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems beeindruckt, das eine halbe Million Euro als Zuschuss in das Projekt gegeben hat. Insgesamt soll der Bau etwa acht Millionen Euro kosten.

Mit Kreativität gegen demografischen Wandel

„Das wird ein Modell für die Zukunft werden“, lobt Heike Fliess, bis vor kurzem Landesbeauftragte für Weser-Ems. Sie wertet den Park als „kreative Methode“, dem demografischen Wandel zu begegnen.

Ein Blick nach nebenan: Die Wohnhäuser, vermarktet von der Volksbank, befinden sich ein wenig länger im Bau als der Mehrgenerationen-Park. 16 Stück sollen es im ersten Schwung werden. Falls die Nachfrage es zulässt, können weitere 16 daneben gestellt werden. Derzeit deutet alles darauf hin, dass Gemeinde und Vermarkter auch den zweiten Schwung angehen werden.

Für die Gemeinde Seggebruch ist das Baugebiet mit der Bezeichnung „Im Cronsbruche II“ Gold wert. Auch Seggbruch bleibt vom demografischen Wandel nicht verschont, der die Zahl der Einwohner schrumpfen lässt; derzeit sind es ein paar mehr als 1500.

Kopfprämie für Kinder

Die Gemeinde Seggbruch unter Bürgermeister Jörn Wittkugel tut einiges, um gegenzusteuern. Das ist „Im Cronsbruche II“ besonders gut zu beobachten: Zuzügler bekommen für jedes Kind, das jünger als zwölf Jahre ist, eine „Kopfprämie“ in Höhe von 2500 Euro ausgezahlt. Die Investition in junge Familien dürfte sich amortisieren, schließlich sind die Kita- und Schulkinder von heute die Umsatz- und Einkommenssteuerzahler von morgen – und dieses Geld bleibt bei der Gemeinde hängen. ab