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Dorfgemeinschaftshaus Gelldorf: Umbau für Krippe kann bald beginnen

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22:21 23.02.2021
Bei den Arbeiten an der künftigen Krippe im Erdgeschoss sind die Firmen nicht von den Launen des Wetters abhängig.
Bei den Arbeiten an der künftigen Krippe im Erdgeschoss sind die Firmen nicht von den Launen des Wetters abhängig. Quelle: tol
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Gelldorf

„Die Baugenehmigung ist erteilt worden, die ersten Arbeiten werden schon bald beginnen“, berichtet Obernkirchens Bürgermeister Oliver Schäfer auf Anfrage dieser Zeitung. Bekanntlich soll die Erdgeschosswohnung im Dorfgemeinschaftshaus an der Schulstraße 9 so umgebaut und umgestaltet werden, dass dort baldmöglichst eine Krippe für 15 Kinder unter drei Jahren entstehen kann.

„Wir wollen die Baumaßnahme so schnell wie irgend möglich abschließen“, erklärt Schäfer. So schnell wie irgend möglich bedeute: möglichst zum Beginn des Kindergartenjahres oder doch zumindest kurz danach. Wie schon beim Umbau des früheren Restaurants „Am Sonnenbrink“ hat auch beim Gelldorfer Projekt Architekt Fred Krömer (Stadthagen) die Bauverantwortung. Und wie „Am Sonnenbrink“ gibt es auch an der Schulstraße keinen Generalunternehmer; die Ausschreibung erfolgt nach Gewerken.

Erste Ausschreibungen sind durch

„Die ersten Ausschreibungen sind inzwischen durch“, präzisiert Steffen Hülsmann. Der stellvertretende Fachbereichsleiter Bau, Planung und Umwelt im Rathaus Obernkirchen: „Das betrifft die Rohbau-, Trockenbau- sowie die Dachdecker- und Zimmererarbeiten.“ Die daraufhin eingegangenen Angebote seien vom Architekten auch bereits ausgewertet worden; die Zuschläge an die zum Zuge kommenden Firmen würden in Kürze erteilt werden.

Die Bestandsaufnahme der Fußböden, für die – wie berichtet – auch die Dielen der Erdgeschosswohnung aufgenommen werden mussten, sei abgeschlossen, sodass in Kürze mit den eigentlichen Umbauarbeiten im Inneren der künftigen Krippe begonnen werden könne. Der Architekt werde alles daran setzen, dass die Arbeiten im August abgeschlossen werden könnten, bestätigt Hülsmann.

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Da das Dach des Gebäudes – anders als beim Parallel-Projekt in Obernkirchen – nicht „angefasst“ werden müsse, sei der Fortgang der Arbeiten auch nicht von den Launen des Wetters abhängig. In seinem Optimismus weiß sich Hülsmann eins mit Andreas Hofmann. Der Ortsbürgermeister von Gelldorf hatte kürzlich im Jahresgespräch mit der Redaktion gesagt: „Wir gehen davon aus, dass die Einrichtung einer Krippe an der Schulstraße in diesem Jahr Realität wird. Die Architekten- und Ingenieurverträge wurden bereits vergeben; Grund genug, zuversichtlich zu sein.“

Die voraussichtlichen Kosten würden in Gelldorf nach Recherchen des Rathausmitarbeiters mit 550.000 Euro in etwa halb so hoch wie bei der Kindertagesstätte „Am Sonnenbrink“ liegen.

Grundsätzlich geeignet

Zur Erinnerung: Eine Besichtigung der Gelldorfer Erdgeschosswohnung mit einer Vertreterin des Niedersächsischen Landesjugendamtes hatte bereits im Frühjahr 2020 stattgefunden, also vor einem Jahr. Dabei war der Wohnung – Umbau vorausgesetzt – vom Landesjugendamt die grundsätzliche Eignung als Kinderkrippe attestiert worden.

Als Kirsche auf der Torte gilt dabei, dass sich gegenüber bereits ein mit vergleichsweise aktuellen Geräten bestückter Kinderspielplatz befindet, den die Knirpse über die von Fahrzeugen wenig befahrene Schulstraße gefahrlos erreichen können.

Im September 2020 hatte sich dann herausgestellt, dass der Umbau wohl teurer als zunächst gedacht werden wird. Denn entgegen den ursprünglichen Plänen, die Stellplätze für die Krippen-Mitarbeiter auf dem gegenüberliegenden Feuerwehrgelände anzulegen, müssen diese Plätze nun auf dem Grundstück selbst gebaut werden. Von Thomas Wünsche