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Obernkirchen Stadt 13-Jährige startet auf dem Nürburgring
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt 13-Jährige startet auf dem Nürburgring
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20:15 27.08.2018
Teresa Schade ist mit ihrem Kart nun auf einer echten Prestige-Strecke unterwegs gewesen.
Teresa Schade ist mit ihrem Kart nun auf einer echten Prestige-Strecke unterwegs gewesen. Quelle: pr.
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Obernkirchen

Bei dem Wettbewerb, der in acht europäischen Ländern durchgeführt wurde, wurde vergangenen Monat nach weiblichen Motorsport-Talenten zwischen 13 und 18 Jahren gesucht. Eingeladen waren 50 Mädchen aus ganz Deutschland.

Schnelligkeit allein reicht nicht

Auf dem Nürburgring wurden die Mädchen in verschiedenen Programmen getestet, denn schnell zu sein, das allein reicht heute nicht mehr aus. Abgefragt wurde auch die Nutzung der Sozialen Medien oder das Ernährungsverhalten, zudem wurde die generelle Fitness getestet.

Läuft es gut, dann erhält Teresa Schade im Oktober Post: Die besten drei Mädchen werden im kommenden Jahr zu einem weiteren Lehrgang eingeladen, der dann in Frankreich stattfinden wird, ebenfalls auf einer Legende unter den Rennstrecken: in Le Mans, im Nordwesten Frankreichs, wo seit 1923 das 24-Stunden-Rennen ausgetragen wird, das Vorbild vieler Langstreckenrennen.

Weiter Weg in den Profisport

Und dort winkt eine durchaus bemerkenswerte Belohnung: Die besten sechs Mädchen dieses Jahrgangs in Le Mans erhalten eine Förderung im Motorsport – und dies für zwei Jahre.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, das weiß auch Teresa. Und viele Sportler, die den Traum von einer Profikarriere träumen, müssen davon wieder Abschied nehmen. Aber immerhin: Teresa ist auf dem richtigen Weg. Zurzeit fährt sie Rennen im Rahmen der Niedersächsischen Kartslalom-Meisterschaft – und dort, versteht sich, fährt sie ganz vorne mit.

Im Zweifel Sport statt Schule

Ihr nächstes Ziel, sagt die 13-Jährige, sei das Abitur, und das ist auch im Sinn von Vater Sebastian Schade. Denn eine abgeschlossene Schulausbildung sei ja auch ein Pfund, mit dem man wuchern könne. „Aber der Motorsport, das ist nicht nur ein Hobby“, sagt die Obernkirchenerin, „das ist Leidenschaft.“ Natürlich werde sie die Schule nicht vernachlässigen, verspricht Teresa. Aber man wisse nie, was noch kommen werde: Im Zweifelsfall würde sie dann die Schule dem Sport unterordnen.

Letzte Frage: Wie kam sie zum Kartsport? „Eher durch Zufall“, sagt sie. „Es ist acht Jahre her.“ Da schaute sich ihr Vater am Computer einen Kart-Film an, der Rest ergab sich dann. Auch ihr Vater und Großvater sind und waren übrigens dem Motorsport verbunden, aber eher als Fan und Helfer: Teresa ist die Erste aus der Familie, die am Steuer sitzt.

von Frank Westermann