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Obernkirchen Stadt Andreas Jürgens geht als Vorsitzender des SV Obernkirchen
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Andreas Jürgens geht als Vorsitzender des SV Obernkirchen
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09:45 22.11.2018
Nach 18 Jahren als Vereinschef des SV Obernkirchen ist nun für Andreas Jürgens Schluss.
Nach 18 Jahren als Vereinschef des SV Obernkirchen ist nun für Andreas Jürgens Schluss. Quelle: seb
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Obernkirchen

Der neue Vereinschef heißt Andreas Jaschke.

Der 52-jährige Jürgens kickte beim SV Obernkirchen und übernahm schon früh Verantwortung. Seit 1993 arbeitete er im Vorstand mit, im Jahr 2000 löste Jürgens den Vorsitzenden Wolfgang Struckmeier an der Vereinsspitze kommissarisch ab, da dieser aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. „Ich wurde von den anderen Vorstandskollegen dafür auserkoren“, erinnert er sich zurück.

Bei der nächsten Hauptversammlung wurde Jürgens dann von den Mitgliedern zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Und das blieb der Fan der Gladbacher Borussia lange Zeit. In den letzten beiden Jahren übte Jürgens sein Amt wieder kommissarisch aus, da der Verein keinen Nachfolger für ihn fand.

„Ich hatte überwiegend eine schöne Zeit. Natürlich ärgert man sich manchmal, aber ich habe in der Zeit als Vereinschef viele Freunde gefunden“, erklärt der 52-Jährige. In seiner Amtszeit wurde das Vereinsheim gebaut.

Eigenleistung der„Rentner-Truppe“

„Da hat die Rentner-Truppe des SVO tatkräftig mitgearbeitet und viel in Eigenleistung gemacht“, freut sich Jürgens über die tolle Unterstützung. Auch die Relegationsspiele und die Aufstiege blieben ihm nachhaltig in Erinnerung. „Das war schon eine tolle Sache für die Jungs und auch für uns. Fast 1000 Zuschauer fieberten mit dem SVO mit“, weiß der scheidende Vorsitzende. Aber auch im Misserfolg und nach den Abstiegen seien die Gelb-Schwarzen ein liebenswerter Verein geblieben. „Wir haben einen guten Zusammenhalt, ein intaktes Vereinsleben, deswegen habe ich es auch 18 Jahre an der Spitze ausgehalten“, sagt Jürgens mit einem Augenzwinkern. Das Vereinsleben sei nach wie vor in Ordnung. „Es ist aber anders geworden. Früher haben sich Spieler und Zuschauer im Vereinslokal Brauhaus getroffen und über das Spiel diskutiert. Das ist heute nicht mehr so“, erzählt Jürgens.

Große Probleme gibt es, Leute für die ehrenamtliche Tätigkeit zu finden. „Das war vor 20, 25 Jahren leichter“, meint der 52-Jährige. Auch Trainer und Betreuer für die Jugendarbeit zu begeistern, sei viel schwieriger geworden. Das hänge auch mit den Arbeitszeiten zusammen.

Jürgens wird zwar nicht mehr in der ersten Reihe stehen, doch bleibt er seinem Herzensverein treu. „Ich werde weiter die Heimspiele besuchen und fest die Daumen drücken, dass es in der Kreisligatabelle wieder aufwärts geht“, ist er vom Klassenerhalt überzeugt.

In den nächsten Tagen ist er mit der Übergabe an seinen Nachfolger Andreas Jaschke beschäftigt. Danach wird er zusammen mit Adolf Bartels und Rudolf Scholz den Förderkreis des SV Obernkirchen leiten, der sich um die bauliche Unterhaltung des Vereinsheims kümmert. In die tägliche Vereinsarbeit werde sich Jürgens aber nicht mehr einmischen.

„Gute Ideen“ im neuen Vorstand

„Der neue Vorstand hat gute Ideen und wird seinen Weg gehen“, glaubt der scheidende Vorsitzende. In den vergangenen Jahren blieb nicht viel Zeit für Hobbys, der SVO habe viele Stunden in Anspruch genommen. „Vielleicht entwickele ich eine neue Leidenschaft, aber Angeln wird es nicht“, verrät Jürgens.

Im Jahr 2020 feiert der SVO seinen 100. Geburtstag. „Ich wünsche meinem Verein nur das Beste, eine positive Entwicklung im Jugend- und Herrenbereich und einen neuen Sportplatz“, erklärt Jürgens. Er sehe die Ochsenbruchler auf einem guten Weg, aber man müsse wieder neue Sponsoren generieren. „Ich werde dem SVO immer eng verbunden bleiben, denn mein Herz schlägt gelb-schwarz.“ seb