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Obernkirchen Stadt Ausstattung wie „auf einem anderen Stern“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Ausstattung wie „auf einem anderen Stern“
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19:45 07.08.2012
Was die Unterstützung der Grundschule durch die Stadt anbelangt, wünscht sich Arnulf Buch, „dass es weiter so bleibt“. Kritik über er an zu hohen Frauenquoten in den Kollegien von Grundschulen. Quelle: wk
Obernkirchen (wk)

Und auch in Sachen Unterrichtsversorgung ist offenbar alles im grünen Bereich.

 Verglichen mit derjenigen Schule in Neustadt am Rübenberge, an der er zuvor beruflich tätig gewesen ist, „könnte man fast meinen, man ist auf einem anderen Stern“, berichtet Arnulf Buch, der Leiter der Obernkirchener Grundschule. Denn obwohl Obernkirchen „nicht gerade die reichste Stadt Niedersachsens“ ist, bemühe man sich seitens der Politik und Verwaltung reichlich, die Schule gut auszustatten – und das sowohl hinsichtlich deren baulicher Substanz als auch bezüglich des Inventars beziehungsweise der Lehrmaterialien. So sei etwa das Mobiliar der Klassenräume – noch auf Initiative seines Vorgängers – in den vergangenen zwei Jahren quasi „runderneuert“ worden. Zudem sei eine energetische Modernisierung der Immobilie geplant.

 Lobende Worte hat der Pädagoge in diesem Zusammenhang aber auch für sein Kollegium, das bei der Anschaffung von Verbrauchsmaterialien für den Unterricht „sehr verantwortungsvoll“ mit dem zur Verfügung stehenden Budget umgeht und sozusagen „eine Schere im Kopf“ hat, um die Kosten niedrig zu halten.

 Die Anzahl der Planstellen (16 genehmigte Vollzeitstellen, die tatsächlich von 22 Lehrern einschließlich mehrerer Teilzeitkräfte und Referendare bekleidet werden) liegt nach Auskunft von Buch überdies im niedersächsischen Landesdurchschnitt. Die an der rund 310 Schüler zählenden Grundschule Obernkirchen mögliche Unterrichtsstundenzahl entspricht damit dem, „was wir brauchen und mit der man gut arbeiten kann“. Darüber hinaus lassen sich aufgrund der durch die Mehrzügigkeit (mehrere Schulklassen pro Jahrgangsstufe) bedingten stärkeren Personaldecke etwaige Krankheitsausfälle deutlich besser auffangen als bei kleineren Grundschulen. Ein grundsätzliches Problem ist allerdings, dass der Beruf eines Grundschullehrers wegen der innerhalb der Schullandschaft schlechteren Bezahlung allmählich zu einem Frauenberuf wird, erklärt Buch, dessen Kollegium ausschließlich aus Lehrerinnen besteht. Denn aus pädagogischer und erzieherischer Sicht sei dieser Zustand „überhaupt nicht gut, da männliche Vorbilder fehlen“ – und das sowohl für Jungen als auch für Mädchen.