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Obernkirchen Stadt Bildhauer-Symposium: Trägerverein stimmt für Auflösung
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Bildhauer-Symposium: Trägerverein stimmt für Auflösung
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16:33 18.03.2019
Altmeister bei der Arbeit: Ted Carasco beim Symposium 2006. Auch künftig wird das Spektakel alle drei Jahre zu verfolgen sein. Quelle: rnk
Obernkirchen

Der Vorstand des Trägervereins, des „Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposiums“ (IOBS) hatte in seinen Reihen niemanden gefunden, der die Vorstandsarbeit übernehmen wollte, einstimmig wurde daher für die Auflösung votiert.

Zukunft ist gesichert - Beteiligte bleiben an Bord

Dass das Symposium dennoch eine Zukunft auf tragfähiger Basis haben wird, war die Botschaft, die vom IOBS-Vorstand dem Kulturfenster und der Stadt gegenüber den Sponsoren und Unterstützer bei einem Treffen im Trafohaus vor gut zehn Tagen vermittelt wurde. Der, wenn man so möchte, „neue“ Weg des Bildhauersymposiums sollte transparent für die begleitenden Akteure erläuterte werden. Wichtig dabei: Alle Beteiligten bleiben mit ihrem Wissen, Erfahrungen, Kenntnissen und Können mit an Bord, das haben Kulturfenster und IOBS mittlerweile einvernehmlich beschlossen.

Rund 12 000 Euro wird der Trägerverein nach seiner Abwicklung über einen kleinen Umweg über die Stadt an das Kulturfenster für künftige Symposien überweisen, denn einstimmig votierten die IOBS-Mitglieder für die Auflösung des Vereins und ernannten zwei sogenannten Liquidatoren, die diesen Auflösungsprozess abwickeln.

"IOBS" begann vor über 30 Jahren

Der Auflösungsbeschluss muss im Bundesgeneralanzeiger veröffentlicht werden, damit sich mögliche Gläubiger nochmelden können, erst nach einer Frist ist der Verein dann ganz und gar abgewickelt. Damit würde ein Kapitel in der Kulturgeschichte der Bergstadt geschlossen, dass mit einer Rede vom damaligen Bürgermeisters Adolf Bartels vor über drei Jahrzehnten begann. Kristiane Allert-Wybranietz habe ihn anschließend angesprochen und darauf hingewiesen, dass in seiner Ansprache von Kultur nicht mit einem Wort die Rede gewesen sei: Das Gespräch war die Keimzelle, aus der das Kulturfenster und die Idee zum Symposium entstanden.

Entlastet wurde der Vorstand, die Abrechnung des Haushaltes 2018 zeigte zwei neue und keineswegs niedrige Posten: 14 383 Euro mussten für das Material gezahlt werden, 7047 Euro kostete die externe Übernachtung im Westflügel des Stiftes: Erstmals wohnten alle Künstler unter einem Dach, diese Regelung wird künftig beibehalten. Insgesamt wies der Haushalt für das Jahr, in dem das letzte Symposium durchgeführt wurde, ein Volumen von rund 40 154 Euro aus, der Zuschussbedarf belief sich auf 3326 Euro.

Mevert: "Das Symposium wird uns noch lange begleiten"

Nach 26 Minuten war die Auflösungs-Versammlung des bisherigen Trägervereins beendet, das letzte Wort oblag Schatzmeister Wilhelm Mevert, der zusammen mit der bisherigen Vorsitzenden Charlotte Köster als Liquidatoren den restlichen Weg von IOBS begleiten werden.

„Das Symposium“, so Mevert, „wird uns noch lange begleiten.“ Das war die Botschaft, auf die allein es an diesem Tag ankam.

Von Frank Westermann