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Obernkirchen Stadt Bundesweit die Freibäder retten
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Bundesweit die Freibäder retten
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19:23 05.04.2010
Präsident Wolfgang Hein will die Strukturen auf Landesebene auf den Prüfstand stellen. Quelle: sig

Obernkirchen. Hein ist ein Fachmann, der entscheidend dazu beiträgt, Schwimmbäder zu retten und zu sanieren, wenn die kommunalen Träger damit überfordert sind. Und das ist im immer mehr zunehmenden Maße der Fall. Die bekannt gewordenen Zahlen sind erschreckend.

Angefangen hat Heins ehrenamtliche Karriere in Obernkirchen, wo er sich 19 Jahre lang als Vereinsvorsitzender um diejenigen gekümmert hat, die gern im Sonnenbrinkbad ihre Bahnen zogen. Dabei ging es ihm nicht nur um die Leistungsförderung, sondern vor allem ums Schwimmen als einen wichtigen und vor allem gesunden Breitensport.
In dieser Funktion hat er auch dazu beigetragen, den Förderverein aus der Taufe zu heben, ohne den es das Obernkirchener Bad heute nicht mehr geben würde. Seit acht Jahren ist er auf Landesebene als Sonderbeauftragter bemüht, Schwimmbäder vor der Schließung zu retten, wenn den kommunalen Trägern das Geld ausgeht.

Der erste und wichtigste Schritt ist dabei, die Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen zu prüfen. Dazu gehört auch, die zum Erhalt notwendigen Investitionen zu ermitteln. Das ist viel Arbeit, aber kein Problem für den Diplom-Ingenieur und Architekten. In so manchem Bad ist in den vergangenen 20 bis 30 Jahren kaum Geld für Sanierungszwecke aufgewandt worden. Das hat natürlich Folgen. Immerhin konnte Wolfgang Hein nach rund 30 Fällen, in denen er aktiv werden musste, 20-mal eine rettende Konstruktion finden.

In Bad Gandersheim ist er Taufpate einer Genossenschaft geworden, wie er sie auch in Obernkirchen für das Sonnenbrinkbad ins Auge gefasst hat.

In der Bergstadt will er drei Säulen errichten, auf denen sein Projekt ruht. Das sollen erstens verschiedene Vereine sein, zweitens die Bürger der Stadt und drittens Gewerbetreibende, die Patenschaften übernehmen. Zum Beispiel für die Wartungsarbeiten, für die Grünanlagen oder für das Gebäudedach.

Inzwischen hat sich die Qualität seines Engagements im Deutschen Schwimmverband weit herumgesprochen. Jetzt ist Wolfgang Hein sogar auf Bundesebene für diese Aufgaben zuständig. Daneben kümmert er sich in Niedersachsen um den Fachbereich Breitensport im Schwimmen. Und auch hier mangelt es ihm nicht an Ideen. Unter seiner Führung gibt es das Projekt „Niedersachsen schwimmt“, durch das aus Nichtschwimmern Wasserratten werden sollen. Im Vorjahr haben sich 430 Grundschulklassen daran beteiligt. Sie bekamen Pokale, Urkunden und Präsente.

Dass sich Wolfgang Hein mit viel Nachdruck für die Förderung des Breitensports einsetzt, begründet er so: „95 Prozent unserer Mitglieder sind als Breitensportler anzusehen. Die Spitzensportler kann man nicht ehrenamtlich führen und fördern. Dafür haben wir sechs Schwimm- und zwei Wasserballtrainer angestellt.“An den derzeit vorhandenen Strukturen auf Landesebene gefällt ihm aber einiges nicht. Sie sollen auf den Prüfstand kommen. Mehr Effektivität und eine bessere Koordination sind das Bestreben des neuen Präsidenten aus Obernkirchen. sig

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