Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Obernkirchen Stadt „Das war großartig“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt „Das war großartig“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:52 20.06.2018
Quelle: hil
Anzeige
Obernkirchen

Und auch dieses Mal überzeugte es seine Zuhörer erneut durch außergewöhnliches Können und unglaubliche Spielfreude.

Das Ensemble wurde Mitte der achtziger Jahre von den drei Brüdern Joachim, Harald und Martin Pfeiffer zusammen mit dem Heidelberger Konzertorganisten Peter Schumann gegründet. Seither gastiert es in unterschiedlicher Besetzung mit seinen festlichen Trompetenkonzerten in ganz Deutschland. In der Stiftskirche St. Marien standen an diesem Abend Joachim Pfeiffer, Solotrompeter der Lübecker Philharmoniker, mit Sohn Paul Pfeiffer aus Detmold, Martin Pfeiffer aus Wachenheim/Weinstraße und Julie Bonde aus Berlin auf der Bühne. Begleitet wurden die Blechbläser durch Professor Matthias Neumann (Hamburg, Bayreuth) an der Orgel – der seine Wurzeln in Rinteln hat.

Bereits bei dem ersten Stück „Entrée pour les trompettes“ von Jean-Baptiste Lully wurde deutlich, dass es bei „Kirchenmusik“ nicht nur um Schwermut, Ernsthaftigkeit und sakrale Würde gehen muss, sondern dass es auch die hellen, fröhlichen Töne sein können. Es folgten „Konzert in D-Dur“ von Alessandro Scarlatti, „Hamburger Kapitänsmusik“ von Georg Philipp Telemann und diverse Stücke von Johann Sebastian Bach, wie „Jesus meine Freude“ und „Fuge in G“.

Auf die Kanzel gestiegen

Um den Klang der einzelnen Instrumente besonders herauszuheben, gingen die Künstler zeitweise mit auf den Orgelboden, verteilten sich in dem Kirchenschiff oder stiegen auf die Kanzel. Egal, ob fröhlich, meditativ oder virtuos – jedes Stück ließ die musikalischen Herzen der Zuhörer höherschlagen.

Als besondere Höhepunkte präsentierte das Ensemble klanggewaltig und fast episch „Grand Choeur Dialogué“ von Eugène Gigout sowie ein Duett aus dem Oratorium „Judas Maccabäus“.

Der wohlverdiente Applaus hielt nach Ende des Konzertes lange an, sodass die Künstler gerne noch eine Zugabe erklingen ließen. Spielfreude, Klangpracht und das wunderbare Ambiente der Stiftskirche, ergänzt durch die unterhaltsame und charmante Moderation von Martin Pfeiffer, machten dieses Sommerkonzert zu einem besonderen Erlebnis. Mancher Besucher, der sich aufgrund der drückenden Temperaturen schlapp und mit müden Füßen auf den Weg in die Stiftskirche gemacht haben mochte, ging beschwingt und leichtfüßig wieder nach Hause. Denn die allgemeine Meinung lautete: „Das war großartig.“ hil