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Obernkirchen Stadt Der engagierte Anständige
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17:00 04.02.2013
Rolf-Bernd de Groot †
Rolf-Bernd de Groot †
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De Groot, Jahrgang 1948 und Sozialpädagoge, hat vor allem seine Spuren dort hinterlassen, wo ehrenamtliches Engagement gefragt war. Beruflich war er seit 1990 bei der Stadt Obernkirchen angestellt, wo er sich um die Bereiche Stadtmarketing und Wirtschaft kümmerte und im Sozialbereich mithalf, aber seine Meriten verdiente er sich im Ehrenamtlichen. So baute er fast im Alleingang das Museum für Bergbau und Stadtgeschichte auf, stemmte lange Zeit das „Kulturfenster“, engagierte sich wie kaum ein anderer für das Stift, nahm sich wie selbstverständlich Urlaub, wenn beim Bildhauer-Symposium helfende Hände benötigt wurden, hob die „Info-Galerie“ mit aus der Taufe. In Obernkirchen hängt ein Amt mit dem anderen zusammen, wie es eben in überschaubaren Kommunen stets der Fall ist, daher würde eine vollständige Aufzählung hier den Rahmen sprengen, aber im Historischen und Kulturellen war de Groot der große Mittelpunkt, der Macher, der viele, sehr viele mit seinem Elan und seinem Wissen einfach mitzog. Gesondert gewürdigt werden muss sein Engagement für den Jüdischen Friedhof: Dass es heute ein hohes Verantwortungsgefühl für diese Ruhestätte gibt, das ist nahezu allein das Verdienst von Rolf-Bernd de Groot.

 Was uns allen aber am meisten fehlen wird, das ist seine ausgleichende Art, sein trockener Witz, der stets auf hohem Wissen ruhte, und eine zutiefst anständige Art des Umgangs, die spürbar seltener wird: Rolf-Bernd de Groot verkörperte im besten Sinne die Mitte der bürgerlichen Gesellschaft. Am Sonnabend ist er nach schwerer Krankheit gestorben.rnk