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Obernkirchen Stadt Eilser Straße: Ab Montag Großbaustelle
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Eilser Straße: Ab Montag Großbaustelle
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19:17 09.05.2019
Direkt vor der kommenden Großbaustelle wurde jetzt ein Stück Land angemietet, das als zentrales Lager dienen wird. Quelle: rnk
Obernkirchen

Saniert wird in mehreren Abschnitten, die wiederum in kleinere Abschnitte unterteilt sind. Und erst wenn ein Teil fertig sei, werde der nächste in Angriff genommen, erklärte Planer und Projektleiter Jürgen Licht auf der Versammlung für die Anwohner, von denen sehr viele die Pläne schon kannten, weil sie schon einmal vorgestellt wurden: vor fünf Jahren. Man könne länger darüber philosophieren, erklärte Bürgermeister Oliver Schäfer, warum es denn nun so lange gedauert habe, aber andere Baumaßnahmen hätten plötzlich Vorrang gehabt, wie der Bau des Klinikums und die dahinführende Kreisstraße. Oder es habe, wie im vergangenen Jahr, keinen positiven Bescheid für die Sanierung gegeben: Ohne Bescheid kein Geld, ohne Geld keine Arbeit.

Generell, so erklärte Licht, werde eine sechs Meter breite Fahrbahn gebaut, mit einem neuen Gehweg von 1,60 bis 2,25 Meter Breite. Es werde viel Erde und Masse bewegt werden, aber man werde sich bemühen, die Behinderungen so gering wie möglich ausfallen zu lassen.

Telefonische Auskunft

So gering wie möglich: Diese Formulierung tauchte in nahezu allen Redebeiträgen der ausführenden Partner auf, und nicht nur Planer Licht mühte sich, diese mit Leben zu füllen: Vom 28. Mai an stehe er jeden Dienstag ab 10 Uhr auf der Baustelle für Fragen der Anlieger zur Verfügung, kündigte er an. Allerdings sollte man sich zuvor telefonisch unter (0 51 51) 60 74 34 anmelden, denn zuweilen müssten erst bauliche Fachfragen geklärt werden. Dann könne er vorher dem Bürger mitteilen, dass dieser an diesem Dienstag besser erst eine Stunde später komme. Wenn man vor einem Haus eine Baustelle eröffne und der Bewohner drei, vier Tage mit dem Auto auf sein Grundstück weder rauf- noch runterkomme, werde man im Vorfeld natürlich Bescheid sagen, versprach Licht.

Auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe, die für die Erdgas- und Trinkwasserleitungen zuständig sind, werden in den nächsten Tagen eine Mitarbeiterin von Haus zu Haus schicken. Zettel mit den Ansprechpartnern der beteiligten Firmen und Verbände sowie deren Kontaktdaten wurden im Laufe der Veranstaltung verteilt. Auf der städtischen Homepage ist eine Informationsseite zu dieser Baumaßnahme angelegt worden.

Janek Kolata vom Stadthäger Ingenieur-Büro Kirchner erklärte, der Regenwasserkanal sei stark beschädigt und werde daher erneuert, ebenso ein Großteil der Hausanschlüsse. Künftig gebe es nur noch einen Regenwasserkanal, der in der Mitte der Straße verlaufen werde. Die beiden anderen Kanäle würden stillgelegt oder umgebaut, so Kolata. Eine Mitarbeiterin werde vor Ort mit allen Anwohnern sprechen.

Kosten noch nicht klar

Hinweisen der Anwohner, das Thema Schächte und die damit verbundenen Kosten habe auf der ersten Sitzung niemand angesprochen, widersprach Schäfer: Das werde auf jeder Veranstaltung angesprochen, so auch damals. Welche Kosten für Schächte für Schmutzwasser und Niederschlagswasser auf die Anwohner zukommen, konnte niemand sagen, aber Schäfer sah es so: Generell seien sie verpflichtend. Man müsse diese Schächte haben. Und wer noch keinen der beiden habe, solle sich auf eine mittlere vierstellige Summe einstellen.

Gebaut wird im ersten Abschnitt in zwei Abschnitten: erst bis zum Hünenbrink, dann bis zur Stettiner Straße. Geplant ist, den ersten Abschnitt bis Ende Oktober und den zweiten bis zur 51. Kalenderwoche, also bis Weihnachten fertigzustellen, aber festlegen wollte sich niemand. Salopp formuliert: Nicht nur auf dem offenen Meer und vor Gericht, sondern auch auf Großbaustellen sind alle in Gottes Hand.

Von Frank Westermann