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Obernkirchen Stadt Emsiges Bienenvolk im Garten Brockmann
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Emsiges Bienenvolk im Garten Brockmann
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09:35 29.05.2018
Burkhard Obst (rechts) und Hobbyimker Kersten Nix zeigen den im Garten aufgestellten Bienenkasten.
Burkhard Obst (rechts) und Hobbyimker Kersten Nix zeigen den im Garten aufgestellten Bienenkasten. Quelle: wk
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Obernkirchen

„In so einen Garten gehören einfach auch ein paar Bienen“, erklärt der 28-Jährige, warum er spontan zugesagt habe. Zum einen wegen der vielen dort wachsenden Blütenpflanzen, zum anderen, um die Besucher des Schaugartens für dieses Thema zu sensibilisieren.

Letzteres geschieht in der Hoffnung, dass die dieses Kleinod besichtigenden Menschen anschließend ihre eigenen Hausgärten zumindest ein bisschen bienenfreundlicher gestalten. Das bedeutet: weniger pflegeintensive Zierrasen und weg mit beispielsweise Kirschlorbeer- und Thuja-Hecken, dafür mehr Gänseblümchen im Rasen und mehr Blumen sowie Sträucher mit – wichtig – ungefüllten Blüten.

Allein auf den Garten Brockmann wird sich das dort stationierte Bienenvolk bei der Pollen- und Nektarsuche jedoch nicht beschränken. „Hier ist schon ein ordentliches Angebot, aber für so viele Bienen reicht das natürlich nicht“, berichtet Nix.

Bald 60.000 Bienen

Rund 40.000 Individuen zähle dieser Bienenstaat, dessen Größe bis zum Hochsommer noch auf circa 60.000 Bienen anwachsen dürfte. Daher beträgt der Flugradius der Honigbienen etwa drei Kilometer um den Bienenstock herum – „und wenn sie Lust haben, fliegen sie auch fünf Kilometer weit“.

„Die Idee ist, den Besuchern dieses Gartens immer mal wieder etwas Besonderes zu bieten“, sagt Burkhard Obst, Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Obernkirchen. Und ein Bienenvolk sei nicht nur interessant zu beobachten, sondern habe auch „etwas Beruhigendes“.

Gleichwohl: Stören sollte man die Insekten an ihrem Bienenstock selbstverständlich nicht, und einen gewissen Abstand sollte man zu dem ungefähr einen Meter hohen, grünen Kasten ebenfalls einhalten.

Offen für alle

Neugierig geworden? Auch in diesem Jahr biete man außer Gartenführungen, die individuell vereinbart werden können, wieder allgemeine Öffnungszeiten für einen Besuch des denkmalgeschützten „Garten Brockmann“ an, sagt Obst. Geöffnet sei das Gartentor an folgenden Sonntagen in der Zeit von 12 bis 18 Uhr: 3. Juni, 17. Juni (aus Anlass des Obernkirchener „Barbarossa-Festes“), 1. Juli („Tag der offene Pforte“), 5. August (mit Kunstausstellung) und 2. September.

Den „Tag der offenen Pforte“ begleitet das Team der ehrenamtlichen Gartenhelfer, die den Besuchern gerne Wissenswertes zum Garten Brockmann erzählen. Außerdem wird Kersten Nix an jenem Tag von 14 bis 16 Uhr vor Ort sein und über das Bienenvolk und die Imkerei informieren. Mitbringen wird der 28-jährige Obernkirchener zudem einen speziellen Schaukasten, der es ermöglicht, durch eine Glasscheibe hindurch Bienen bei der Brutpflege zu beobachten. wk