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Obernkirchen Stadt Kurs fürs Sonnenbrinkbad steht
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Kurs fürs Sonnenbrinkbad steht
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16:54 21.02.2018
Das bisherige Heizkraftwerk soll durch eine kleinere Anlage ersetzt werden.
Das bisherige Heizkraftwerk soll durch eine kleinere Anlage ersetzt werden. Quelle: rnk
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Obernkirchen

Auch der künftige Einkauf der nötigen Wärme bei der Tochter von Westfalen Weser ist Aufgabe der Verwaltung. Ende des Monats wird der Rat ganz offiziell diesen Beschluss fassen.

Oliver Schäfer gibt sich verhalten optimistisch für die Zukunft, immerhin ist er in Personalunion Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins. Es seien, so Schäfer, in Bezug auf die einzelnen Aufgabenbereiche noch Gespräche zu führen – bei der Wasseraufsicht, der Technik, der Gebäudewirtschaft, der Administration und der Versorgung. Aber das werde schon, an geeigneten Fachkräften werde es nicht scheitern. Ende des Monats, so Schäfer, befinde sich hoffentlich jede Personalie in trockenen Tüchern.

Neues Konzept für die Heizung

Das deutlich überdimensionierte Blockheizkraftwerk (BHKW) wird verkauft, dafür wird ein von der Größe her passendes Mini-BHKW von der Westfalen-Tochter auf eigene Rechnung betrieben, um die Wärme an den Förderverein zu liefern. Hinter dieser Variante verberge sich die Überlegung, den Betrieb des Bades und die Wartung des BHKWs in „professionelle Hände“ zu geben, hatte Schäfer erläutert. Und ja, man habe genug Vorlauf, um den Badebetrieb aufnehmen zu können. „Gibt es für das Mini-BHKW eine Gewährleistung?“, wollte Horst Sassenberg (CDU) wissen, denn das andere BHKW sei ja nicht immer gelaufen.

Gebranntes Kind

Ja, die gebe es, sagte Schäfer. Die Westfalen-Weser-Tochter sei zuständig. Sassenberg hakte noch nach: „Und wenn nicht?“ Könne man gegebenenfalls ein bisschen Druck machen? Schäfer formulierte es so: Er sitze ja im Aufsichtsrat der Muttergesellschaft, weil die Stadt an ihr beteiligt sei. Und dort, also im Aufsichtsrat, wolle man derartige Diskussionen bestimmt nicht hören. Dass er mehr als einmal nachfragte, habe seinen Grund, räumte Sassenberg ein: „Wir sind ein gebranntes Kind.“

Für den Wärme-Einkauf spreche, hatte die Verwaltung argumentiert, dass im Zusammenhang mit dem Warmwasser seitens der Stadt und des Fördervereins keinerlei weitere Arbeiten zu erledigen seien. Kämmerer Helmut Züchner verwies auf einen anderen Aspekt: Das jetzige BHKW weise einen Wert von rund 40.000 Euro auf. Dieser Wert werde sich nach dem Verkauf an Westfalen Weser im Wärmepreis widerspiegeln. Schäfer sieht durchaus alle Beteiligten Neuland betreten: Zum ersten Mal werde ein BHKW gekauft, dass die Wärme nur für das Bad liefere. rnk