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Obernkirchen Stadt Minus fast verdoppelt
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Minus fast verdoppelt
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00:17 06.05.2017
Das Sonnenbrinkbad braucht Unterstützung. Quelle: Archiv
Obernkirchen

Ursache sei der hohe Einkaufspreis für Biogas, erklärte Vorstandsmitglied Heiko Bü-the den Mitgliedern bei der Jahresversammlung. Dieses wird für das im Freibad installierte Blockheizkraftwerkes benötigt. Der Gaspreis habe sich seit dessen Inbetriebnahme quasi verdoppelt.

Unterm Strich bezeichnete Büthe die Ertragslage als „nach wie vor kritisch“. Auch zukünftig werde die Stadt den Erhalt des Sonnenbrinkbades wohl unterstützen, indem sie die Fehlbeträge ausgleicht. Allerdings habe die Stadt bereits gefordert, den Zuschussbedarf zu reduzieren.

Insgesamt hat die Genossenschaft seitens der Stadt und des Fördervereins Sonnenbrinkbad im vergangenen Jahr rund 160000 Euro an Zuschüssen erhalten. Hinsichtlich der Besucherzahlen berichtete er, dass im Jahr 2014 rund 54.000 Besucher im Sonnenbrinkbad gezählt wurden. 2016 habe man indes circa 56400 Badegäste gehabt und 2016 ungefähr 64200. Für die diesjährige Saison und das Jahr 2018 hofft die aus der Genossenschaft und dem Förderverein gebildete Betreibergemeinschaft auf eine weitere „moderate“ Steigerung der Besucherzahlen. Idealerweise solle im kommenden Jahr die 70000er Marke geknackt werden.

Konkurrenz in Rolfshagen?

Dass das in der Nachbargemeinde Rolfshagen gelegene „Sonnental“-Freibad zukünftig vielleicht ebenfalls mit Biogas beheizt und die Wassertemperatur dadurch angehoben werden könnte, sieht Büthe nicht als Gefahr. Zwar verfolge man die dortige Entwicklung. „Aber ich kenne keinen Landwirt, der sein Biogas verschenken kann“, erklärte Büthe. Er glaube nicht, dass es Rolfshagen gelingt, dem Sonnenbrinkbad Gäste abzuwerben. Mit 27 Grad Celsius warmem, leicht salzhaltigen Wasser verfüge man über ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.

„Wir stehen da natürlich in einer Wettbewerbssituation“, räumte Bernd Brandorff ein. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ergänzte: In den vergangenen Jahren habe das Obernkirchener Freibad viele Besucher aus dem Umland angezogen, darunter auch viele Badegäste aus dem Auetal. Die zahlreichen Stammgäste verfügten über eine „starke Bindung“ zum Sonnenbrinkbad. Außerdem werde man in Rolfshagen vermutlich ebenfalls technische Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme des angedachten Blockheizkraftwerkes haben.

wk