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Obernkirchen Stadt Mit neuem Gerät gegen alte Schäden
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Mit neuem Gerät gegen alte Schäden
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20:36 29.06.2018
Der Forstwirt Vincent Pahnke (links) mit dem „Spacer“. Zusammen mit seinem Kollegen Ingo Scholz sägt er kleinere Bäume ab und dünnt auf diese Weise den Bestand von jungen Bäumen im Klosterwald aus. Quelle: leo
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Obernkirchen

Ihre Aufgabe ist es, unter vielen noch dünnen Bäumen diejenigen herauszusuchen, die einen ordentlichen Wuchs haben. Die restlichen werden abgesägt. „Das machen wir auf den Flächen, auf denen der Orkan Kyrill vor elf Jahren viele Bäume geworfen hat“, erklärt Revierleiter Mark Gützkow, als er seine Männer bei der Arbeit im Klosterwald besucht.

Dort, wo der Sturm seinerzeit gewütet hat, wachsen jetzt dicht an dicht neue Nadel- und Laubbäume. Durch Samenflug haben sich die unterschiedlichen Arten unkontrolliert vermehrt. Gützkow: „So darf man es nicht lassen. Die Bäume nehmen sich sonst gegenseitig Luft, Licht und Wasser weg.“

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Die Forstwirte Pahnke und Scholz verhindern das. Mit einem neuartigen Spezialgerät – dem Spacer – sägen sie kleinere Bäume ab. Nicht nur bei 28 Grad im Schatten ist das eine schweißtreibende Arbeit. „Der Spacer erleichtert den Job enorm“, sagt Pahnke.

Spacer erleichtert Arbeit

Als es das Gerät noch nicht gab, mussten Pahnke und sein Kollege Scholz die Arbeit mit schweren Kettensägen erledigen. „Das merkt man dann am Abend zu Hause“, berichtet Pahnke. „Der Vorteil des Spezialgerätes ist, dass ich den Motor auf dem Rücken tragen kann.“ Auch der Teleskoparm mit dem Sägeblatt wird von einem Bügel, der über den Kopf des Forstwirts ragt, gehalten und muss nicht vom Arbeiter getragen werden. In Windeseile schneiden Pahnke und Scholz die gesunden und größeren Bäume frei.

Die Klosterforsten waren die ersten in Niedersachsen, die den Spacer eingeführt haben. Zwar sei das Gerät erst seit kurzer Zeit im Einsatz, doch schon jetzt kann von Waldthausen eine positive Bilanz ziehen. „Die Investition hat sich gelohnt“, sagt Constantin von Waldthausen, Betriebsleiter der Klosterforsten.

Im Klosterwald gehen die Arbeiten weiter. Die beiden Obernkirchener Forstwirte Pahnke und Scholz müssen auf einer fünf Hektar großen Fläche den Baumbestand ausdünnen. „Mindestens ein Abstand von rund zwei Metern zwischen den Bäumen sollte sein. Dann kann der Baum starke Wurzeln ausbilden, bekommt längere Äste und mehr Blätter“, erklärt Revierleiter Gützkow. Die Jungbestandsplege sei eine „Investition in die Zukunft“, meint der Förster.