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Obernkirchen Stadt Naturnahe Schönheit
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20:50 17.10.2017
Wie baggert man über eine frisch sanierte Stiftsmauer hinweg? Nun, auf jeden Fall sehr vorsichtig. Quelle: rnk
OBERNKIRCHEN

 Nach der Sanierung der Stiftsmauer soll ein langgeschwungener Bereich davor begrünt werden. Und er soll deutlich seltener gepflegt werden müssen, um den städtischen Bauhof zu entlasten. Daher hat sich die Verwaltung für einen großen Staudenbereich entschieden, der aber nicht höher wachsen soll als etwa in Kniehöhe, um die Schönheit der Sandsteinmauer nicht zu verdecken.

Thüringer Blütensaum gesät

 Gesät wird der „Thüringer Blütensaum“, der aufgrund seiner ganzjährlich abwechselnden Blühstauden insektenfreundlich. Im Winter dienen die Stängel dann als Rückzugsorte. Zudem ist die Sorte hitzetolerant. Der Bauhof muss also nicht eigens Wasser für die Pflanzen heranschaffen. Dazu kommt als großer Pluspunkt die Ästhetik: Das Beet bietet über alle Jahreszeiten immer wieder ein anderes optisches Bild. Zudem fügt es sich „naturnah“ ein, es ist also keine streng formale Anlage, in der ungewollte Bei-Kräuter sofort auffallen würden.

Bepflanzung nächste Woche geplant

 Vorgesehen sind zwei Pflegegänge im Jahr – vorausgesetzt, der Boden birgt keine unangenehmen Überraschungen – und ein maschineller Rückschnitt im Spätwinter. 17.000 Euro stehen im Haushalt bereit. Angepflanzt werden rund 21 verschiedene Stauden und 14 Blumenzwiebelarten. Für die Sanierung der Mauer musste zuvor umfangreich gerodet werden. Entfernt wurden Büsche, Sträucher und auch Bäume, verschont wurden nur ein paar Magnolien, eine Zeder und die Schwarzkiefer. In der nächsten Woche soll Verwaltung bepflanzt möglich. rnk