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Obernkirchen Stadt Neuer "Escape Room" eröffnet
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Neuer "Escape Room" eröffnet
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19:39 29.08.2018
Sylvia Coman und Dirk Bergmann betreiben einen „Escape Room“ in Obernkirchen.
Sylvia Coman und Dirk Bergmann betreiben einen „Escape Room“ in Obernkirchen. Quelle: rnk
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Obernkirchen

„Das hier“, sagt Sylvia Coman und zeigt auf die Wände, „das waren einmal gute 300 Quadratmeter, und es war nur ein Raum, weil hier ein Getränkemarkt seinen Sitz hatte.“ In knapp sechs Monaten hat sie nun mit ihrem Partner Dirk Bergmann Wände gezogen und tapeziert. Beide haben die Zimmer eingerichtet im Stil der Fünfzigerjahre, und auf guten 70 Quadratmetern ist nun in mehreren Zimmern das entstanden, was beide ihren künftigen Kunden anbieten möchten: eine ganz eigene Welt.

Es ist eine Welt, die sich „Escape Room“ nennt, und dahinter verbirgt sich ein Freizeitvergnügen für alle Altersgruppen ab 14 Jahren. Die Mitspieler tauchen für eine Stunde ein in einen thematisierten Spielbereich und werden Teil einer Geschichte. Lange haben Coman und Bergmann einen Geschäftsnamen gesucht, der das Erlebnis bestmöglich beschreibt. Daraus ist der Name „Mysteria Escape – Live Adventures“ entstanden.

Ein Novum im Landkreis

Es ist ein Konzept, dass es in der näheren Umgebung durchaus schon gibt, in Bielefeld, Nienburg, Hameln und Hannover werden entsprechende Angebote vorgehalten, aber im Landkreis Schaumburg wäre es eine Neuerung. Obernkirchen, so formuliert es Coman, sei eine Lücke: „Die füllen wir jetzt.“

Sie selbst leitet weiterhin die Marketingabteilung eines IT-Dienstleisters in Bad Oeynhausen. Bergmann ist gleichwertiger Inhaber und Vollzeit-Geschäftsführer von „Mysteria Escape“, und man kann es so formulieren: Hier probieren zwei Mitbürger nicht einfach mal aus, ob eine neue Idee hinhauen wird, nein, hier meint es ein Duo bitterernst: Dort, an der Vehlener Straße, soll ein hochwertiges Angebot entstehen, das auf Jahre angelegt ist. Eröffnet wird erst einmal mit einem „Escape Room“, aber es ist genug Platz für zwei weitere.

Ausgeklügeltes Konzept

Zur Vorbereitung und Planung haben Coman und Bergmann rund 60 „Escape Rooms“ gespielt, und zwar europaweit. Beide wissen, was sie gemocht haben, was ihnen gefallen und was sie inspiriert hat – und was nicht. „Man kann kein italienisches Lokal aufmachen, wenn man vorher nie beim Italiener war“, erklärt Coman. An ihrem eigenen Konzept haben die beiden dann über mehrere Monate in jeder freien Minute gearbeitet.

Gleichzeitig hat Coman, und das spricht für ihre professionelle Herangehensweise, einen Wirtschaftsplan erstellt, den sie auch bei der Stadt Obernkirchen vorgelegt hat. Schließlich werden Gründer aus dem Rathaus heraus finanziell unterstützt. Das Konzept hat überzeugt, es gab Gelder aus dem Gründerfondstopf.

Team-Work gefragt

Und so funktioniert das Ganze: Die Spieler werden im großen Eingangsbereich begrüßt, es gibt zunächst ein paar Sicherheitshinweise, anschließend werden sie zu einer Tür geführt, hinter der das Abenteuer beginnt. Innerhalb einer Stunde müssen sie Geheimnisse lüften, versteckte Hinweise und Gegenstände finden und Rätsel lösen. Der Witz dabei: Sie sollten vor allem als Team agieren und kommunizieren, um das Abenteuer erfolgreich zu bestehen. So werden sich Besucher in einem Hotel wiederfinden, in dem es anscheinend spukt. „Zum kalten Bach“ heißt das Hotel, und seinen Namen hat es gefunden, weil Coman und Bergmann auf der Suche nach der Inneneinrichtung ein Kamingitter mit dem Initialen KB gefunden haben. Bergmann wird die Spieler an seinem Platz mit Kameras im Blick behalten, aus einem einzigen Grund: Damit er notfalls helfen kann. „Es wäre ja blöd“, sagt Coman, „wenn die Spieler drei Stunden an einem Punkt herumpuzzeln und einfach nicht weiterkommen.“

Anmeldungen sind möglich auf mysteria-escape.de. rnk