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Obernkirchen Stadt Obernkirchener Folkfestival überzeugt mit handgemachter Musik
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Obernkirchener Folkfestival überzeugt mit handgemachter Musik
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18:14 18.08.2019
Das haben sie sich schon lange gewünscht: Nach einem gemeinsamen Musikprojekt im Studio nun gemeinsam auf der Bühne zu stehen – Cowhouse Project und Andrew Cadie.Fotos: hil Quelle: hil
OBERNKIRCHEN

Trotz eines zwischenzeitlichen Regenschauers und einiger Konkurrenzangebote in der Umgebung erlebten die Besucher ein tolles Folkfestival mit einem erstklassigen Musikangebot. Die Idee zu diesem ersten Obernkirchener Folkfestival – kurz „TraFolk“ – entstand beim letzten Bildhauersymposium: Gäste und Musiker hatten es in Gesprächen bedauert, dass die wunderbare Atmosphäre auf dem Kirchplatz an der Stiftskirche nur relativ selten für Veranstaltungen genutzt wird, wo der Ort doch eigentlich optimal dafür geeignet sei. So entschied sich das Kulturfenster, aktiv zu werden, und „TraFolk“ wurde ins Leben gerufen.

Neun Monate Vorbereitungszeit

Es kostete die ehrenamtlichen Mitarbeiter neun Monate Vorbereitungszeit, die sich aber gelohnt haben: Der Plan, neben der großen und mächtigen Stiftskirche die beruhigende und entspannte Seite des Kirchplatzes zu zeigen, dabei erstklassige Folkmusik zu hören sowie Gemeinsamkeit und Geselligkeit zu erleben, ist gelungen.

Viel Konkurrenz

Bedauerlich sei nur, dass im Umkreis viele Konkurrenzveranstaltungen stattgefunden hätten, so die Organisatoren. So habe die Zahl der Besucher am Samstagabend nicht ganz den Erwartungen entsprochen. Dörte Worm-Kressin, Vorsitzende des Kulturfensters, empfand es auch als schade, dass es während des Vorverkaufes Kritik gegeben habe, der Eintrittspreis von 15 Euro sei zu hoch gewesen: „Wir haben zwar einige Sponsoren, doch große Finanzmittel standen uns nicht zur Verfügung. Außerdem machen die Bands richtig tolle Musik, und das sollte man doch wertschätzen.“ Leider seien es sehr viele Menschen gewohnt, dass bei Außenveranstaltungen kein Eintritt verlangt werde, und seien darum ferngeblieben. Trotzdem zeigte sich das Kulturfenster zufrieden mit der Folkfestival-Premiere.

Besondere Zusammenarbeit

Als „ganz besonders“ erlebte Worm-Kressin auch die Zusammenarbeit mit allen ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern. „Es ist grandios, was wir in Obernkirchen erleben. Wenn zum Beispiel – so wie heute – ein Regenschauer aufzieht, packt jeder mit an und hilft, die Pavillons aufzustellen – auch die Gäste.“ Ähnliches gelte für den Ausschank sowie die Vor- und Nachbereitungsarbeiten der Veranstaltung. „Wir haben hier in Obernkirchen eine großartige Gemeinschaft, das ist ein wirklicher Schatz“, schwärmte die Kulturfenster-Chefin.

Gelungene Musik-Auswahl

Gelungen war aber natürlich auch die Wahl der Musiker: Die Band Cowhouse Projekt mit der klaren und einfühlsamen Stimme von Frontfrau Bettina Wenthe sowie Matthias Wenthe (Gesang und Gitarre), Carlos Baker (Kontrabass), Dirk Flieger (Schlagwerk) und Felicitas Kopka (Gitarre und Gesang) sorgte für Gänsehaut- und Wohlfühlmomente. Auf der anderen Seite begeisterten die beiden Energiebündel Mark Bloomer und Andrew Cadie, gemeinsam sind sie die Broom Bezzums, mit Geige, Gitarre und Nor-thumbrian Pipes. Egal, ob traditionelle Songs und Tunes aus England, Schottland und Irland oder Eigenkompositionen – zusammen zelebrierten die beiden eine mitreißende und musikalisch gekonnte Liveshow, mit viel Witz und Schwung.

Eines der Highlights des Abends stellte das gemeinsame Stück von Cowhouse Projekt und Andrew Cadie dar. Sie hatten bereits gemeinsam an einem Musikprojekt gearbeitet.

Gut gelaunte Besucher

Alle Gäste waren sichtlich gut gelaunt und begeistert von dem Musikprogramm. „Eine superschöne Veranstaltung, die hoffentlich wiederholt wird“, so Silke Obermeier aus Minden.

„Egal, ob ehrenamtliche Helfer, Musiker, Techniker, Security, Caterer, ‚Starkbierfreunde‘ oder andere – an alle geht ein großer Dank, dass dieses ‚TraFolk’-Festival auf die Beine gestellt werden konnte“, so Worm-Kressin. Es bleibe zu hoffen, dass dieses Fest einen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt finde und im kommenden Sommer das zweite Festival gefeiert werden könne. Von Anja Hillmann