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Obernkirchen Stadt Obernkirchener Freibad: Kommen Fördergelder, wird saniert
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Obernkirchener Freibad: Kommen Fördergelder, wird saniert
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22:49 22.03.2019
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Obernkirchen

Netto habe der Förderverein im vergangenen Jahr fast 290000 Euro bewegt, erklärte Schäfer, 120000 Euro davon seien von der Stadt garantiert, der Rest müsse hauptsächlich über Eintrittsgelder, Werbung, eigene Angebote im Bad, Aktivitäten außerhalb, Mitgliedsbeiträge des Fördervereins und Spenden oder Sponsoring generiert werden.

Abwasser kostete den Förderverein 2018 rund 14000 Euro, Frischwasser 12000, 26000 Euro der reine Betrieb des Bades, Strom 15000 Euro, die Wärme 46000 Euro, nannte Schäfer Zahlen. An Einnahmen konnten außer der Überweisung der Stadt rund 143000 Euro an Eintrittsgelder verbucht werden, dazu kommen vierstellige Beträge im mittleren Bereich durch Beiträge von 226 Mitgliedern des Fördervereins. Addiere man Ausgaben und Einnahmen, komme man auf rund 600000 Euro an reinen „Geldbewegungen“, so der Vorsitzende.

Optimierung der Heizkreisläufe

Grundsätzlich war Schäfer mit der Arbeit des Vorstandes zufrieden, die erste Aufgabe sei es schließlich gewesen, den Badebetrieb für 2018 sicherzustellen, das sei gelungen. Neben den erforderlichen Wartungsarbeiten habe man Reparaturen zur Optimierung der Heizkreisläufe finanziert, einen neuen Wärmetauscher gekauft, neue Elektrolysezellen be- und einen neuen Beckenbodenreiniger angeschafft. Derzeit werde eine neue sichere Stromleitung zum Kiosk verlegt: „Weiter haben wir offene Verpflichtungen des Fördervereins aus der Vergangenheit gegenüber der Sonnenbrinkbad-Genossenschaft beglichen.“

Alles, was am Jahresende auf den Konten verblieben sei, werde wieder für das Bad mit eingeplant, eine erste zusätzliche Rücklage für zukünftig zu erwartende Reparaturen oder Ersatzinvestitionen habe man gebildet. Hervorheben wollte Schäfer nach eigenen Worten einen vom Förderverein gestellten und von der Stadt unterstützten Antrag bei der EU.

100 000 Euro sind das Ziel

Ziel sind 100 000 Euro Fördergelder, die „hauptsächlich“ zur Komplettsanierung der Damenduschen, zur Schaffung einer behindertengerechten Toilette und für Sanierungsarbeiten im Nassbereich der Herren verwendet würden. Diese Arbeiten würden nach einer erfolgreichen Bewerbung und einer zeitnahen Bewilligung durch das Land Niedersachsen im Anschluss an die kommende Saison durchgeführt werden, diese endet am 6. Oktober.

Möglich sei eine Verlängerung von sechs oder sieben Tagen erklärte Schäfer, das hänge vom Wetter, der Kassenlage und vom Personalbestand ab, aber länger könne die Saison nicht dauern, weil anschließend die Heizungsanlage die Schule mit Wärme zu versorgen habe.

Straffer Terminplan

Der Terminplan für das laufende Jahr sieht so aus: Am Samstag, 30. März, sind die Beckenreinigung und das Reinigen des Gebäudes geplant, freiwillige Helfer sind gerne gesehen. Beginn der Arbeiten ist um 9 Uhr.

Der Kartenvorverkauf startet am 1. April und läuft im Freibad montags bis mittwochs vormittags von 9.30 bis 12.30 Uhr und donnerstags und freitags von 14 bis 17 Uhr. Saisonkartenkäufe bis zum 25. April erhalten einen Bonus von fünf Euro.

Am 26. April wird die Badesaison 2019 mit dem Pre-Opening für FSO-Mitglieder, Saisonkarteninhabern und den Mitgliedern der Sonnenbrinkbad-Genossenschaft um 15 Uhr gestartet. Für die Öffentlichkeit beginnt die Saison am 27. April um 6 Uhr.

Am 28. April wird sich der Förderverein mit einem Info-Stand am La-Flèche-Park-Fest beteiligen. Neben Informationen rund um unser Bad soll die Gelegenheit genutzt werden, neue Mitglieder zu gewinnen.

Als große Aufgabe für den Förderverein stehe in diesem Jahr das Auslaufen des bestehenden Pachtvertrages für das Restaurant Am Sonnenbrink an, erklärte Schäfer anschließend: Der Pächter habe schriftlich mitgeteilt, dass er den Vertrag nicht über den 31. Oktober fortführen werde. Der Vorstand müsse sich Gedanken machen, weil nach der Sanierung das Darlehen noch nicht abgezahlt sei.

Lob für Schmeding und Stübke

Bei den Wahlen wurde mit Katrin Vogel das Amt der Schriftführerin wieder besetzt, und abgerundet wurde der Abend mit der Wahl einer Beisitzerin, die in Reinsen lebt und in der Bergstadt schwimmt. Ihre Begründung: „Stadthagen hat ja kein schönes Bad.“ Öffentlich gelobt wurden Schäfer, Stellvertreterin Sabine Schmeding und die damalige Schriftführerin Kathrin Stübke von CDU-Ratsherr Horst Sassenberg: Das Trio habe den Verwaltungsausschuss der Stadt mehrfach über den jeweiligen Stand der Dinge im Freibad informiert, „das hat uns sehr, sehr gefreut“. Was sich unschwer so übersetzen ließ: ganz im Gegensatz zur Genossenschaft früher. Schäfer sah es so: „Unser Team funktioniert sehr gut.“

Von Frank Westermann