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Obernkirchen Stadt Renate Ernst übernimmt Vorsitz im Obernkirchener Seniorenbeirat
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Renate Ernst übernimmt Vorsitz im Obernkirchener Seniorenbeirat

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12:35 23.06.2021
Renate Ernst hat das Amt des Vorsitzenden des Behinderten- und Seniorenbeirats von Erhard Herrmann übernommen.
Renate Ernst hat das Amt des Vorsitzenden des Behinderten- und Seniorenbeirats von Erhard Herrmann übernommen. Quelle: tw
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Obernkirchen

Rotation an der Spitze des Behinderten- und Seniorenbeirats: Weil CDU-Stadtratsmitglied Sylvia Brassat ihren Wohnsitz nach außerhalb von Obernkirchen verlegt, ist im Stadtrat ein Platz für Beiratschef Erhard Herrmann frei geworden, den dieser auch gerne in Besitz nehmen möchte. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Herrmann seinen Chefsitz im Beirat räumt.

Eben das hat der Obernkirchener beim jüngsten Treffen des Gremiums im DRK-Multifunktionsraum an der Bornemannstraße auch getan. Neue Interims-Vorsitzende des Gremiums ist ab 1. Juli für die Dauer von vier Monaten die einstimmig gewählte bisherige Vizevorsitzende Renate Ernst.

Nachrückverfahren angekündigt

Herrmann hatte Bürgermeister Oliver Schäfer bereits am 1. Juni seinen Rücktritt angezeigt und erklärt, dass er ab 1. Juli als Nachrücker das CDU-Mandat von Brassat, die als Fraktionschefin des Teams Gelldorf im dortigen Ortsrat bereits verabschiedet wurde, übernehmen möchte.

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„Kerstin Farr hat in ihrer Eigenschaft als Stadtwahlleiterin festgestellt, dass ich die nächste Ersatzperson im Stadtrat für den Wahlvorschlag der CDU nach Personenwahl bin“, so Herrmann gegenüber dem Beirat. Das bedeute: Sofern der Stadtrat bei seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 30. Juni, den Beschluss über den Sitzverlust Brassats fasse, werde Farr den Sitzübergang auf ihn als Ersatzperson feststellen.

Kein Mitglied darf kommunales Mandat innehaben

Herrmanns Problem mit dem Beirat: Dessen Satzung schreibt fest, dass kein Mitglied ein kommunales Mandat innehaben darf. Da der Obernkirchener Farr bereits darüber informiert hatte, dass er seine Partei – die CDU – unterstützen und das Stadtratsmandat annehmen möchte, hätte der Beirat ab dem 1. Juli keinen Chef mehr gehabt.

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„Ich habe den Bürgermeister gebeten, das Amt des Vorsitzenden kommissarisch noch bis zum Ende der Wahlperiode am 31. Oktober ausüben zu können“, berichtet Herrmann. Doch Schäfer habe das unter Verweis auf die Statuten abgelehnt. Immerhin: Weil ihm die Arbeit des Beirats immens wichtig ist, möchte sich der scheidende Chef künftig im Stadtrat für die Belange des Gremiums einsetzen. Kurz: Politik mit dem Fokus auf Behinderte und Senioren machen.

In den letzten Jahren viel erreicht

Tatsächlich hat der Beirat unter der Regie von Herrmann in den zurückliegenden vier Jahren viel erreicht: So hat der Zusammenschluss einen Flyer herausgegeben, indem er sich als Team vorstellt, das die Belange seiner Zielgruppe vertritt. Mitglieder des Gremiums haben zudem an Besprechungen des Kreissenioren- und -behindertenbeirats teilgenommen und Anfang 2018 einen DRK-Erste-Hilfe-Kursus für Senioren besucht.

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„Ferner haben wir uns mit der Situation der Pflege im Landkreis Schaumburg befasst“, erinnert der Obernkirchener. Ende desselben Jahres habe der Beirat Vorschläge für neue Absperrbügel am Durchgang von der Bergamtstraße zum Kirchplatz eingereicht.

Einiges getan

Im August 2019 hatten Herrmann und sein Team sich zusammen mit dem SoVD und dem ambulanten Hospizdienst Sonnenhof bei der vergleichsweise neuen Palliativeinheit des Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg informiert. „Palliativmedizinische Betreuung unterstützt Menschen mit unheilbaren fortschreitenden Erkrankungen, bringt die Symptome unter Kontrolle und lindert die Schmerzen“, hatte der Beirat damals erfahren.

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Der hatte im selben Jahr auch noch den Schaumburger Nahverkehrsplan diskutiert und gegenüber dem Stadtrat und dem Kreisbehindertenbeirat Stellung bezogen. Die Forderung des Beirats damals: ein flexibles und bedarfsgerechtes ÖPNV-Angebot für die Bergstadt, das auf Anrufbasis funktioniert – und mit dem OKI-Anrufbus zur Zufriedenheit der Senioren inzwischen umgesetzt ist.

Last, but not least hatte sich der Zusammenschluss im März 2020 mit der Sanierung der öffentlichen WC-Anlage auf dem Marktplatz beschäftigt; auch dazu hatte er Vorschläge gemacht, die bei der Umgestaltung berücksichtigt wurden.