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Obernkirchen Stadt Sechsstellige Summe für „Sonnenhof“
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Sechsstellige Summe für „Sonnenhof“
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20:54 06.05.2009
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In Absprache mit der Stifterin soll in diesem Jahr mit dem Geld der Gartenbereich für den südlichen Pflegebereich gestaltet werden, außerdem werden durch die Mittel 2009 und den nächsten Jahre zwei Ausbildungsplätze im Bereich Büro und Verwaltung bestzt werden.

Die Stiftung entspringt auch der Liebe zur Bergstadt, die sich aus der Biografie der Stifterin erklärt. Claire Baum verließ ihre Heimatstadt Remscheid mit ihrem Mann Hans 1959, um sich in Obernkirchen selbstständig zu machen – mit der Übernahme der Glasfabrik Heye.

Heye ging es seinerzeit geschäftlich nicht gut, und es wurde dringend ein Geschäftsführer mit Kapitaleinlage gesucht. So waren die ersten Jahre ein steiniger Weg, aber die Firma entwickelte sich unter der Leitung von Hans Baum und ausgezeichneten Mitarbeitern stetig.

Das soziale Feld zwischen Mitarbeitern und Geschäftsführung lag beiden besonders am Herzen. Die ältere Generation wird sich gerne daran erinnern: Das beheizte Schwimmbad, der Kinderspielplatz „Baumkuhle“, die ehrenamtliche Arbeit von Hans Baum als Stadtjugendpfleger, die „Jumelage“ mit der französischen Stadt La Fleché oder das Interesse und die Förderung des Schaumburger Märchenchores gehören dazu. Das größte Anliegen des Ehepaars war jedoch der Bau des „Sonnenhofes“, um die Altenpflege in der Stadt zu fördern. Dem ging ein jahrelanges Ringen um die Genehmigung und die Wahl des Standortes voraus. Nun steht und lebt inzwischen der „Sonnenhof“ seit 35 Jahren in Obernkirchen, und jeder Bürger der Stadt und Umgebung kann sich davon ein Bild machen.

Hans Baum starb 1991, und Claire Baum verließ danach aus familiären Gründen Obernkirchen. Obwohl sie jetzt im südlichsten Zipfel von Deutschland, in Lindau am Bodensee, lebt, interessiert sie das Wohl und Wehe des „Sonnenhofes“ sehr. Es sei „besonders erfreulich für mich und seine Bewohner, dass die Leitung des Hauses vorbildlich ist“, schrieb sie im März in einem Brief an den Vorstand des Altersheimvereins als Träger der Einrichtung.

Aus diesem Grunde habe sie sich entschlossen, diesem Hause eine Stiftung zukommen zu lassen: „Mit dieser Stiftung möchte ich meine Verbundenheit zum Sonnenhof und zu meinem langjährigen Lebensmittelpunkt zum Ausdruck bringen. So möchte ich gerne, dass diese Stiftung unter dem Namen „Claire-Baum-Stiftung“ über meine Zeit hinaus segensreich wirken wird.“

Über Jahrzehnte habe das Ehepaar Claire und Hans Baum den „Sonnenhof“ ideell und finanziell unterstützt und begleitet, erklärt Heimleiter Werner Hobein. Ohne Frage sei die Errichtung der Claire-Baum-Stiftung ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte des Vereins, sicherlich aber auch eine Verpflichtung, mit dem Schatz sorgsam und der Satzung der Stiftung entsprechend umzugehen. r

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