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Obernkirchen Stadt So lief das erste Jahr bei den "Blühenden Landschaften Obernkirchen"
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt So lief das erste Jahr bei den "Blühenden Landschaften Obernkirchen"
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09:12 06.11.2019
Thomas Stübke und Christiane Steinmann wollen ein blühendes Obernkirchen - dafür engagieren sie sich im Rahmen des gleichnamigen Umweltschutz-Projekts. Quelle: mv
Obernkirchen

Obernkirchen soll im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen. Darauf einigte sich die Stadt im November des vergangenen Jahres und rief das Projekt „Blühende Landschaft Obernkirchen“ ins Leben. Seitdem treffen sich regelmäßig Bürger aus unterschiedlichen Interessengruppen im Rathaus, um gemeinsam Ideen für den Umweltschutz zu entwickeln.

Christiane Matthaei ist bei der Stadt für Umwelt- und Grünflächen zuständig und bilanziert: „Alle wollen, dass die Stadt grüner beziehungsweise bunter wird. Daher freut es mich ganz besonders, dass wir Personen aus verschiedenen Parteien dafür gewinnen konnten.“

Alle wollen, dass die Stadt grüner beziehungsweise bunter wird. Daher freut es mich ganz besonders, dass wir Personen aus verschiedenen Parteien dafür gewinnen konnten.

Christiane Matthaei , zuständig für Umwelt- und Grünflächen der Stadt Obernkirchen

Lokalpolitiker pflanzen 750 Frühlingsblumen

Vor wenigen Tagen trafen sich nun einige Lokalpolitiker am Sonnenbrink-Tunnel, um 750 Zwiebeln in die Erde zu setzen – im Frühling sollen dann sogenannte Frühblüher wie Lerchensporn und Blaustern erblühen. „Auch, wenn Blumenzwiebeln in der Blüte nur von wenigen Insekten besucht werden, die bereits bei kalten Temperaturen fliegen, ist es doch ein Anfang, um hier etwas für die Umwelt zu tun“, sagt Matthaei am Rande des Treffens. Das Projekt sei ihr zufolge als Maßnahme gegen das Insektensterben zu betrachten. 

Zum Weiterlesen: Studie zu Insektensterben: Was den Schwund noch aufhalten kann

Außer Matthaei waren auch SPD-Politikerin Barbara Roeder-Schmidt, die Grünen-Vertreter Christiane Steinmann und Thomas Stübke, der stellvertretende Bürgermeister Horst Sassenberg sowie Wolfgang Schmidt von der CDU vor Ort, um mit anzupacken.

Unterstützung über Parteigrenzen hinweg

Stübke erklärt, warum Projekte wie „Blühende Landschaft Obernkirchen“ richtig und wichtig seien: „Wir müssen dem Insektensterben und der zunehmenden Versiegelung entgegenwirken“, sagt Stübke. Sassenberg ergänzt, dass „alle einer Meinung sind“ und es daher logisch sei, dass über Parteigrenzen hinweg mitgeholfen werde.

Christiane Steinmann stimmt dem zu: „Wir sind gegen Beton und für mehr Blüten. Je mehr da gemacht wird, desto besser ist es für Natur und Umwelt“, so die Grünen-Politikerin. Alle Anwesenden setzten die Zwiebeln in kleine Löcher, die zuvor mit einer sogenannten Lochmaschine präpariert wurden.

Auch interessant: Zu wenig Grünflächen: Mausgraue Gärten des Grauens

Matthaei bedankt sich auch bei dem Verschönerungsverein, der Jugendfreizeitstätte und beim Nabu, die alle ähnliche Aktionen wie am Sonnenbrink-Tunnel geplant hätten.

Kostenlose Blumenzwiebeln für den Garten im Bauamt

In Zukunft sollen aber nicht nur die Politiker für die Umwelt da sein: Seit der laufenden Woche kann jeder Bürger im Bauamt kostenfrei eine Handvoll Blumenzwiebeln für den eigenen Garten abholen. Die Untere Naturschutzbehörde bittet jedoch darum, dass die Zwiebeln ausschließlich im eigenen Garten gesetzt werden, da sie nicht in das Ökosystem wilder Wiesen passten.

Die nächste Pflanzaktion der Aktion „Blühende Landschaft Obernkirchen“ findet am kommenden Freitag, 8. November, statt. Die freiwilligen Helfer können ab 14 Uhr zum Busbahnhof „Zum Stiftswald“ an der Admiral-Scheer-Straße kommen. Ein eigener Spaten ist optimal. Von Malick Volkmann

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