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Obernkirchen Stadt Stadt muss für Beseitigung von Ölspur zahlen
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Stadt muss für Beseitigung von Ölspur zahlen
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20:06 19.12.2018
Auch die Feuerwehr muss ausrücken, um den Verkehr abzusichern und Autofahrer zu warnen.
Auch die Feuerwehr muss ausrücken, um den Verkehr abzusichern und Autofahrer zu warnen.
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OBERNKIRCHEN

Die Beamten haben das gesuchte Fahrzeug bisher nicht ausfindig machen können. „Wir sind jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Hauptkommissar Axel Bergmann.

Bürgermeister Schäfer hat über soziale Netzwerke an die Bevölkerung appelliert, dabei mitzuhelfen, den Verursacher zu finden. „Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann sich im Rathaus melden“, schreibt er auf Facebook. Viel Hoffnung hat er nicht: „Wir werden wohl auf den Kosten sitzen bleiben“, sagt Bürgermeister Schäfer.

Nicht billig

Die Bekämpfung von Ölspuren ist keine billige Angelegenheit. Am Montagnachmittag waren außer Polizei und Feuerwehr auch der Bauhof und ein privates Unternehmen im Einsatz. Mit einer Spezialmaschine reinigte eine Firma die Asphaltdecke porentief. Das Fahrzeug sprühte Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die verschmutzte Fahrbahn. Dadurch wurden die Betriebsstoffe vom Belag entfernt. Anschließend wurde das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt. Die Kosten für die Beseitigung von Öl hängen von der Menge des zu entsorgenden Wasser-Öl-Gemisches, der Länge der Ölspur und der Einsatzdauer ab.

„Bei einem ähnlichen Fall, der sich vor ein paar Jahren ereignet hatte, fielen Kosten in Höhe von 5500 Euro an“, erzählt Schäfer. Damals zog sich eine 1,2 Kilometer lange Ölspur quer durch das Obernkirchener Stadtgebiet. Zahlreiche Straßen mussten mit der Spezialkehrmaschine gereinigt werden. Am Montag verlief die Dieselspur vom Ahornweg in Krainhagen über Ahnsen und Bergdorf bis zur Ahnser Straße in Bückeburg. Die Spur war rund fünf Kilometer lang – ein großer Teil verlief durch die Stadt Obernkirchen. „Wir rechnen mit hohen Kosten im vierstelligen Bereich“, sagt Schäfer auf Nachfrage. Die Ölbekämpfungsmaschine musste die Straßen teilweise mehrere Male abfahren, um sie vollständig reinigen zu können. „Das erhöht die Kosten zusätzlich“, erklärt der Bürgermeister. Eine Rechnung für den Einsatz am Montag liegt dem Rathaus noch nicht vor.

Kosten für die Feuerwehr

Da die Feuerwehr Krainhagen im Einsatz war, um den Verkehr abzusichern und Autofahrer mit Blaulicht zu warnen, fallen auch hier Kosten an. „Die Fahrzeuge, die im Einsatz waren, kosten auch Geld“, sagt Schäfer. Möglich sei zudem, dass Arbeitgeber den Verdienstausfall für ihre Mitarbeiter, die im Feuerwehreinsatz waren, bei der Stadt geltend machen. „In der Regel bekommen die Mitarbeiter ihren Lohn weitergezahlt, und der Arbeitgeber will sich das Geld dann von uns wieder holen“, sagt Schäfer.

Auch Selbstständige können sich den Verdienstausfall erstatten lassen. Was die Stadt zahle, würde sich nach dem jeweiligen Lohn des Mitarbeiters bemessen, erklärt Schäfer. Bisher habe sich noch kein Arbeitgeber gemeldet. „Endgültig steht aber auch erst am Ende des Monats fest, was der Einsatz gekostet hat“, sagt Schäfer.

Auch der Noteinsatz der Bauhofmitarbeiter schlägt zu Buche. Die genaue Höhe der Kosten können auch hier nicht beziffert werden. „Da der Einsatz außerhalb der Arbeitszeiten des Bauhofes stattfand, werden den eingesetzten Arbeitern die Überstunden bezahlt“, sagt Schäfer.

Der Bürgermeister hofft, dass sich der Verursacher doch noch bei der Stadt meldet. „Dann würde dessen Haftpflichtversicherung die Kosten übernehmen, und die Stadt bliebe nicht auf den Kosten sitzen“, sagt Schäfer.

Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat oder Hinweise auf den Verursacher geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei, Telefon (05722) 95930, zu melden. Von Leonhard Behmann