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Obernkirchen Stadt Tempo 100 ist nicht mehr die Ausnahme
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Tempo 100 ist nicht mehr die Ausnahme
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21:37 10.06.2009
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Die Frage, wie der Verkehr auf ein „vernünftiges Maß“ (Schäfer) reduziert werden kann, bestimmt die Debatten im Gremium seit einiger Zeit. Allein, es fehlen verlässliche Zahlen. Die gab es auch am Montag (noch) nicht, weil die im Rathaus für die Auswertung der mit dem Messgerät aufgenommenen Zahlen zuständige Mitarbeiterin noch nicht so weit sei, erklärte Schäfer: Die Europawahl habe im Vorfeld viel Zeit und Energie der Verwaltungsmitarbeiter gekostet. Die Zahlen würden zeitnah nachgereicht. Der Ortsrat beschloss die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich intensiver mit den Zahlen befassen wird. Eine Anregung von Schäfer gab es für die Mittelstreifen auf den Fahrbahnen: Sie würden oft verhindern, dass diese Straßen als Dorfstraßen wahrgenommen würden.

Als Dorfstraße, die sie ist, wird natürlich auch die Bundesstraße 65 von den Autofahrern nicht betrachtet. Bernhard Gläser (SPD) berichtete, dass vor allem die Ampel in Höhe des Möbelhauses Holtman „wenig beachtet“ werde, viele würden bei Rot fahren.

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Den „Gefahrenschwerpunkt Gelldorf“, so Schäfer, habe man innerhalb des Rathauses durchaus erkannt. Der Ortsrat wünscht nun ein Verkehrsmessgerät, wie es in Sülbeck installiert ist: Mit ihm kann nicht nur die Geschwindigkeit gemessen, sondern auch der Rotsünder geknipst werden. Aufgestellt werden soll es an der Kreuzung Bundestraße/Dorfstraße/Lange Straße, weil dieser Bereich grundsätzlich gefährlich und dort auch schon einiges passiert sei. Geht es nach dem Ortsrat, wird gleich in beide Richtungen gemessen und geknipst. Allerdings ist der Ortsrat realistisch genug, um zu wissen, dass schon eine Messung in eine Richtung ein schöner Erfolg wäre. Der aus Richtung Bückeburg „einfließende Verkehr“ (Schäfer) sei dabei wichtiger – eine Einschätzung, die das Gremium teilte.

Beschlossen wurde, dass Ortsbürgermeister Andreas Hofmann (Team Gelldorf) ein Schreiben an den Landkreis aufsetzt, das von der Stadt mit eigenen Anschauungen ergänzt wird.
Eine schöne Geste gab es zu Beginn der Sitzung. Silke Nolte, die ihren Sitz im Ortsrat wegen häufiger beruflichen Überschneidungen mit den Sitzungsterminen aufgab, wurde von Hofmann mit einem Blumenstrauß verabschiedet. In den passenden Farben rot und grün, „schwarz haben wir weggelassen“, scherzte Hofmann. Nolte betonte, es sei ärgerlich, wenn man jemanden den Sitz wegnehme, der ständig dabei sein könne, daher ihr Rücktritt. rnk

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