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Obernkirchen Stadt Zweite Runde für donnernde Gitarren
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Zweite Runde für donnernde Gitarren
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12:32 24.05.2018
Stehen sie auf der Bühne, wird es oft etwas lauter: „Jabba’s Cortex“ beim „Rock im Bergbad“ im September 2016.
Stehen sie auf der Bühne, wird es oft etwas lauter: „Jabba’s Cortex“ beim „Rock im Bergbad“ im September 2016. Quelle: pr
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Obernkirchen/Bückeburg

Bemerkenswert ist das Werk vor allem, weil sich die 2013 gegründete Formation bei ihrem Musikstil auf eindrucksvolle Weise treu geblieben ist, ohne dabei jedoch einen platten Neuaufguss ihres 2014 erschienenen CD-Erstlings zu produzieren.

Einen Ruf wie Donnerhall unter heimischen Rock-Fans hat das 2013 von Julius Becker (Gesang, E-Bass), Marc Ebeling (Schlagzeug) und Kersten Nix (E-Gitarre) gegründete und etwas später durch Tim Littmann (E-Gitarre) ergänzte Quartett nicht erst seit seinem fulminanten Auftritt beim „Rock im Bergbad“ im September 2016, als sich Jabba’s Cortex mit niemand Geringeren als Ex-Genesis-Sänger Ray Wilson sowie The Lords und Sweety Glitter vor rund tausend Konzertbesuchern die Bühne teilten. Auch diversen anderen namhaften heimischen Festivals wie der Oster-Rock-Nacht in den Kronenwerken, dem Rock’n’Booze-Open-Air an der Schraub-Bar oder der Oster-Blues-Nacht in Kleinenbremen drückte der Hardrock-Vierer bereits seinen markanten musikalischen Stempel auf.

Klassischer Hard Rock

Markant vor allem, weil sich Jabba’s Cortex mit zwei donnernden elektrischen Gitarren (Kersten Nix, Tim Littmann) sowie einem rollenden Bass (Julius Becker) als würdige Erbverwalter des klassischen, bluesgetränkten Hardrocks der Achtziger und frühen Neunziger erweisen, ohne jedoch diese Musik in phantasieloser Nostalgie einfach nur zu imitieren. Schon 2014 zeigten sie mit ihrem ersten Album mit dem leicht verwirrenden, weil auf den ersten Blick mittelschwer deutschtümelnden Titel „Wanderlust“ sehr genau, was sie wollen und wohin die stampfend-rockende und stets das dicke Gitarrenbrett schwingende Reise geht: Zurück in die Zukunft mit einem klassisch-zeitlosen Hardrock, so geradlinig und rifflastig, wie ihn einst „Whitesnake“ zelebrierten und wie er beispielsweise auch Anfang der Neunziger vom damals blutjungen Lenny Kravitz neu entdeckt wurde.

Wie der Vorgänger, der die Flucht eines jungen Mädchens von zu Hause und ihren Irrweg thematisierte, ist „Brahmastra“ ein Konzeptalbum geworden, noch deutlich düsterer und inhaltlich vertrackter, stellenweise geradezu apokalyptisch. Schon im Opener „Equilibrium“ wiegen Jabba’s Cortex im Donnern der elektrischen Gitarren die elementaren Gefühle Liebe und Hass gegeneinander auf. Der staubtrockene bluesrockende „Margo“ stampft irgendwo zwischen Lenny Kravitz und ZZ Top durch die texanische Wüste, und einen geradezu epischen Western-Soundtrack liefern Jabba’s Cortex mit dem sechsten Song „Tombstone“.

In den Kronenwerken eingespielt

Mit wesentlich mehr Aufwand als bei ihrem noch etwas hemdsärmelig eingespielten ersten Album gingen Jabba’s Cortex bei der Produktion von „Brahamastra“ zu Werke, welches wieder im Proberaum in den Bückeburger Kronenwerken eingespielt, anschließend aber in einem Tonstudio in Hannover professionell abgemischt wurde. Der Titel bezeichnet in der indischen Mythologie eine machtvolle magische Waffe des Schöpfergottes Brahma, welches in vielen Epen des Subkontinents eine maßgebliche Rolle spielt. Erhältlich ist das neue Album von Jabba’s Cortex online über www.pulverfuzz.de sowie im Mediamarkt Porta Westfalica.

Am Sonnabend, 26. Mai, stellen Jabba’s Cortex ihr neues Album im Rahmen einer CD-Release-Party in der Schraub-Bar in Bückeburg vor. Einlass ist ab 19 Uhr. Das Vorprogramm bestreiten die heimischen Progressiv-Rocker Sigman Sand. Karten im Vorverkauf gibt es online über www.etix.com. jp