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00:29 25.04.2018
Mountainbike ist im Trend
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STEINBERGEN

Zwei Tage lang war das Projektteam des geplanten Mountainbike-Parks im Februar im ehemaligen „Steinzeichen“-Park unterwegs und hat das Gelände mit GPS und Drohne dokumentiert. Ende Juni, Anfang Juli sollen Planungskonzept und die Wirtschaftlichkeitsberechnung auf dem Tisch liegen, erwartet Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Westliches Weserbergland.

Patrick Schem vom Vorstand des Vereins „Bikepark Jahrtausendblick“ schilderte, was sich die Mountainbiker vorstellen könnten. Alles bisher nur Ideen, entstanden bei der Begehung des Geländes. Wie die Planung konkret aussieht, ist noch offen. Möglich seien hier, bedingt durch die Topografie, fünf Abfahrtstrecken, die längste 1,5 bis zwei Kilometer lang, sagt Schem. Man könnte Trails für Anfänger wie Fortgeschrittene aufbauen, sogar eine Downhill-Abfahrt für Profis.

Mountainbiken ist Boomsportart mit eigenem Szene-Vokabular. Downhill meint Bergabfahren auf einer naturbelassenen Strecke über Stock und Stein. Im Wettbewerb geht es dann gegen die Stoppuhr.

Mit dem Boom hat sich auch die Bike-Technik, also Rahmen, Gabel, Dämpfer, die Geometrie, weiter entwickelt. Entscheidend sagt Schem, sei aber immer noch der Fahrer. Wer Wettbewerbe fährt, muss topfit sein. Downhill auf Profiniveau verzeiht keinen Fehler. Schem, der auf Bundesebene startet, weiß, wovon er redet. Er kuriert gerade eine Verletzung am Schienbein aus.

Grundsätzlich sagt Schem, sollte am Steinzeichen ein Freizeitpark für die ganze Familie mit Schwerpunkt Mountainbikesport entstehen. Zu einem Bikepark könnten außerdem Gastronomie, Reparaturservice, eine Aufladestation für E-Bikes, eine Verleihstation für Bikes und Ausrüstung, ein Shuttleservice, ausgebildete Bike-Guides, möglicherweise ein Testcenter für Hersteller gehören. Alles ist noch Zukunftsmusik, Ideen, die nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt realisiert werden könnten. Dazu gehörten auch Uphill-Trail, also bergauf für neue E-Mountainbikes.

Dass nicht nur Akteure, sondern auch Zuschauer aus der ganzen Region kommen werden, da ist sich Schem sicher, das weiß er von anderen Downhillstrecken: Der Sport ist spektakulär.

Der Verein Bikepark hat zurzeit 150 Mitglieder. Und die Mountainbikeszene in der Region wächst weiter. Es ist auch ein Glücksfall, dass die Planer des Parkes selbst begeisterte Mountainbike-Fahrer sind, Joschka Forstreuter sogar Profifahrer. Auch Schems Stellvertreter Thomas Prange ist begeisterter Mountainbiker und Trainer von Profi-Sportlern aus Leichtathletik und Bobsport.

Nico Reuter hat sich als Ingenieur schon bisher mit Regionalentwicklungskonzepten beschäftigt und ist in Steinbergen zuständig für Wirtschaftlichkeit und Touristik. Schem wiederum hat als gelernter Bankkaufmann und Geschäftsführer eines Immobilienunternehmens ebenfalls mit Wirtschaftlichkeitsprognosen zu tun. wm