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Rinteln Ortsteile Feuer hält Rintelner Wehren in Atem: Es brennt an allen Ecken"
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Feuer hält Rintelner Wehren in Atem: Es brennt an allen Ecken"
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07:08 29.07.2019
Flächenbrand bei Ahe: Feuerwehrleute löschen die Flammen auf dem Stoppelfeld. Insgesamt brennen zwei Hektar Fläche. Quelle: tol
Rinteln

„So viele Flächenbrände in so kurzer Zeit – das ist schon sehr selten“, sagt Stadtbrandmeister Friedel Garbe. Das letzte Feuer loderte am Sonntagnachmittag im Wald bei Uchtdorf.

Zunächst standen am Samstagnachmittag gegen 13.20 Uhr zwei Hektar eines Stoppelfeldes bei Ahe in Flammen. Der Brand löste einen Großeinsatz aus. Die Leitstelle in Stadthagen alarmierte die Feuerwehren Ahe, Rinteln, Todenmann, Exten, Steinbergen, Engern, Kohlenstädt, Westendorf und Unter der Schaumburg. Landwirte, die ebenfalls zum Brandort geeilt waren, unterstützten die Feuerwehrleute. Mit Ackerschleppern, an denen Grubber montiert waren, zogen sie Schneisen und pflügten Teile des Feldes um. „Vermutlich ist das Feuer bei Erntearbeiten von einem Mähdrescher verursacht worden“, sagt Garbe.

Nur 18 Minuten später ging der nächste Notruf ein – die Einsatzkräfte waren noch damit beschäftigt, das Feuer in Ahe zu löschen. Diesmal brannte es in Rinteln. Feuerwehrleute aus Rinteln und Exten fuhren mit Blaulicht und Sirene zur Extertalstraße. Feuerwehrleute löschten eine brennende Böschung.

Um 16.41 Uhr wurden die Feuerwehren Rinteln und Exten nach Kalldorf zum Meyra-Ring gerufen. Die Feuerwehren im Nachbarkreis Lippe hatten um Hilfe gebeten. „Sie benötigten bei einem großen Feldbrand dringend weitere Tanklöschfahrzeuge“, erzählt Garbe. Um 21.40 Uhr standen dann ein Stoppelfeld und die angrenzende Böschung in Hohenrode in Flammen. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle schickte die Wehren aus Hohenrode, Strücken und Exten zum Klusweg.

Baum droht auf Straße zu stürzen

Um 23.10 Uhr rückten Freiwillige aus Steinbergen zur Bleekebreite aus. Dort stand eine Hecke in Flammen. Zwischendurch hätten ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr Rinteln auch in Westendorf geholfen. Wegen der Trockenheit drohte ein Baum auf die Unabhängigkeitsstraße zu stürzen. Feuerwehrleute fällten den Baum und beseitigten die Gefahr. Insgesamt seien allein am Samstag bei Vegetationsbränden 150 Feuerwehrleute im Löscheinsatz gewesen, so Garbe.

Am Sonntagnachmittag loderten Flammen im Wald zwischen Uchtdorf und Wennenkamp. Die Feuerwehren Uchtdorf, Exten, Volksen, Krankenhagen und Wennenkamp konnten mit vereinten Kräften Schlimmeres verhindern. „Es brennt an allen Ecken“, sagte ein erschöpfter Feuerwehrmann, während er auf den verbrannten Waldboden schaut.

Stadtbrandmeister Garbe appelliert an die Bürger, keine Zigaretten achtlos wegzuwerfen. „Auch das Abflämmen von Unkraut sollte man bei der extremen Trockenheit unterlassen“, sagt Garbe. Schon eine einzige Glasscherbe könne einen großen Flächenbrand auslösen. Die Polizei Rinteln bat am Sonntag Bürger darum, bei der hohen Brandgefahr nicht auf trockenem Gras zu grillen und nicht über ausgetrockneten Grünflächen zu parken. leo

Das waren nicht die einzigen Feuer am Wochenende