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18:00 26.08.2018
Wasser marsch! Der Feuerwehr-Nachwuchs aus Engern übt sich in puncto Treffsicherheit. Quelle: cm
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ENGERN

Gänsemarsch heißt die traditionelle Veranstaltung, die alle zwei Jahre für die erwachsenen Kameraden ausgeschrieben wird, Kükenmarsch der Ableger für die Jugendfeuerwehren, der jetzt zum zweiten Mal stattfand.

Schriftliche Wegbeschreibungen sind beim „Ori-Marsch“ in Engern überflüssig. Dort heißt es: „Immer dem Schnabel nach!“ Hölzerne Gänse weisen den Weg zu den zehn spannenden Stationen an der über fünf Kilometer langen Route.

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„Vieles ist für uns natürlich schon Routine. Aufbau, Ablaufplanung, Sorgen für das leibliche Wohl und so weiter. Aber jedes Jahr wieder neue und witzige Aufgaben für diesen Wettkampf zu finden, darin liegt die wahre Herausforderung“, erklärt Ortsbrandmeister Thomas Reese. Und so würde er eigentlich beständig beim Surfen durch das Internet oder beim Besuch von ähnlichen Events bei anderen Wehren nach Anregungen Ausschau halten. Bisher habe sich in Engern noch keine einzige Aufgabenstellung wiederholt, fügt er stolz hinzu.

Und so kam für die 19 Mannschaften aus dem ganzen Landkreis, die der Einladung zum Kükenmarsch gefolgt waren, auch diesmal keine Langeweile auf. An einer Station galt es, Kniffeliges zu lösen: „Stapelt möglichst viele Nägel auf dem Kopf des einen, der in den Holzbalken genagelt ist.“

Zielspritzen unter erschwerten Bedingungen

Und es gab auch die hundsgemeine Station vier mit dem Namen „Mach mich nicht nass“. Dort wurden vier Freiwillige gebraucht. Erster Posten: der Arme, der immerhin in eine Feuerwehrregenjacke gehüllt, einen Eimer vor dem Bauch halten musste. Zweiter Posten: jemand an der Wasserpumpe. Dritter Posten: der Akteur am Wasserschlauch, der eigentlich Wasser in den Eimer spritzen sollte.

Doch diese normalerweise nicht so komplizierte Angelegenheit wurde weiter erschwert. Wasserspritzer sowie Eimerhalter trugen nämlich undurchsichtige Brillen. Hier kam Posten vier, der per Ansage den Strahl in die richtige Richtung dirigieren musste, ins Spiel.

Wenn dieser zudem der offensichtlich recht weit verbreiteten Neigung, rechts und links zu verwechseln, frönte, konnte das für den Eimerhalter eine ziemlich nasse Nummer werden.

Die fröhlichen Gesichter bei allen nassen und trockenen Kükenmarsch-Teilnehmern zeigten, sie hatten Sinn für solche Späße. Doch auch der eher wettkampforientierte Feuerwehrnachwuchs kam auf seine Kosten.

Am Ende wurden die Punkte, die jede Mannschaft an den verschiedenen Stationen erreicht hatte, zusammengezählt – und die Platzierungen ermittelt. Ergebnis: 2018 kamen die besten Küken aus Obernkirchen. Auf dem zweiten Platz: Wennenkamp. Rang drei: Riehe 1. Und für die Feuerwehr Engern als Veranstalter gilt wie immer: Nach dem „Ori-Marsch“ ist vor dem „Ori-Marsch“. Ab sofort wird wieder nach tollen, neuen Aufgaben Ausschau gehalten.  Claudia Masthoff