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Rinteln Ortsteile Kloster Möllenbeck wird zur Zauber-Schule
Schaumburg Rinteln Rinteln Ortsteile Kloster Möllenbeck wird zur Zauber-Schule
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16:44 23.06.2019
Zauberlehrlinge spielen „Quidditch“. Quelle: cok
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Möllenbeck

Was spielen die Kinder und Jugendlichen da für ein verrücktes Ballspiel, bei dem sie einen Besen zwischen die Beine klemmen? Wieso läuft ein golden gekleidetes Zauberwesen zwischen ihnen herum? Am Klöster Möllenbeck geht irgendetwas Besonderes vor.

Wer die Harry-Potter-Geschichte kennt und vom Zauberlehrlings-Internat Hogwarts weiß, der wird schnell erkennen, was die lebhafte Gruppe dort auf der Wiese treibt, auch wenn die Spielenden nicht mit Hexenbesen durch die Luft reiten können: Sie spielen „Quidditch“, genau wie die Hogwarts-Schüler in den Romanen von Joanne K. Rowling.

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„Zehn zu null für Huffelpuff!“

Die 140 jungen Menschen kommen aus dem Ruhrgebiet und sind in Möllenbeck für ein paar Tage in das Harry-Potter-Universum eingetreten. Möglich macht das ein Mann aus Bochum, der den siebenbändigen Fantasy-Roman von Joanne K. Rowling für das „Buch der Bücher“ hält und ihn fast auswendig kennt. Er heißt Werner Ollbrink, sieht ein bisschen aus wie der Bruder vom Roman-Wildhüter Rubeus Hagrid und organisiert mit einem Team schon seit fünfzehn Jahren diese Harry-Potter-Tage an unterschiedlichsten, möglichst geheimnisvollen Orten.

„Das Kloster hier ist das beste Hogwarts das wir jemals hatten“, meint er. „Diese alten Mauern, die Säle, fantastisch!“ Jeden Tag gibt es Zauberunterricht in den Klosterräumen, Kräuterkunde und „Verteidigung gegen die dunklen Künste“, Wahrsagen und Besenflugstunden. Auch die Geschichte wird ausschnittweise nachgespielt, diesmal wieder aus dem ersten Band, dem Stein der Weisen“.

Beim „Quidditch“ auf dem Sportplatz vor dem Klostergelände treten Mannschaften aus den vier Internats-Häusern an und kämpfen um den Pokal.

Es geht um den Schnatz

Verschiedene Bälle müssen in Tore geworfen werden, die normalerweise hoch oben in der Luft hängen. Hier stehen sie natürlich am Boden, und der geflügelte goldene Ball, der „Schnatz“ wird von einem verkleideten Mädchen gespielt, die sich zwischen den Spielern versteckt. Drohnen beobachten das Feld und geben den „Schnatz“-Standort an die Mannschaften durch.

Vielleicht kommt Werner Ollbrink mit seinen Zauberlehrlingen bald mal wieder in das Hogwarts-Kloster. Im nächsten Jahr allerdings geht die Reise nach England, an die Spielstätten des Filmes, und natürlich auch zum Londoner King’s Cross-Bahnhof, auf der Suche nach dem Gleis 9 3/4, von wo aus alle, die keine „Muggles“, also normale Menschen sind, ins Zauberinternat reisen können.

Von Cornelia Kurth