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23:14 09.08.2019
"Läuft": Christian Gregor (von links), Christine Röhr, andreas kruse, heinz Kraschewski und Mike Harste freuen sich beim ersten Spatenstich an der Teichbreite über die gute Akzeptanz des neuen Baugebietes. Quelle: tw
Rehren

„Läuft.“ Das T-Shirt, das Bauingenieur Andreas Kruse am Freitagmorgen beim – offiziellen – ersten Spatenstich für das BaugebietTeichbreite“ in Rehren trägt, passt zu dessen Akzeptanz bei Bauwilligen wie die Faust aufs Auge: „Zwei der 30 Grundstücke sind bereits jetzt verkauft, zehn weitere reserviert“, freut sich Mike Harste.

Der Prokurist und Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank in Schaumburg, die die 600 bis 730 Quadratmeter großen Baugrundstücke anbietet, mit einem Blick aufs Kruse-Shirt: „Ja, es läuft tatsächlich gut.“

„Das Baugebiet Teichbreite ist das erste, das die Gemeinde seit 20 Jahren wieder ausgewiesen hat“, betont Heinz Kraschewski; die Entscheidung dazu war im Gemeinderat einstimmig gefallen. Der Bürgermeister ist denn auch überzeugt: „Es wird unsere Region noch attraktiver machen.“ Das sieht Christian Gregor ebenso. „Die ausgezeichnete Infrastruktur und Lage dieser landschaftlich schön gelegenen Gemeinde ist für viele Bauwillige interessant“, so der Immobilienexperte des Geldhauses. Gemeinsam mit seiner Kollegin Christine Röhr betreut Gregor den Verkauf der Grundstücke, deren Quadratmeterpreis bei 79 Euro liegt. Die Volksbank will dafür sorgen, dass die Bauwilligen auch Gasanschlüsse bekommen können sowie schnelles Internet; in jedes Haus soll Glasfaserkabel verlegt werden, sodass die Käufer über 100000er Leitungen verfügen können.

Ärger am Morgen 

Das Pfund, mit dem Gemeinde und Volksbank darüber hinaus wuchern, ist außer der direkten Anbindung an die A2 auch, dass das Auetal für die Grundversorgung der Bauwilligen alles bietet – von der Grundschule, der Kindertagesstätte, über Bäckereien, Restaurants, Supermärkte bis hin zu Apotheken, Banken und Ärzten ist alles vor Ort.

Die Volksbank rechnet damit, dass die Firma NN-Bau Neitz GmbH mit Sitz in Hessisch Oldendorf, die derzeit mit zahlreichen Baggern große Mengen Erde an der Teichbreite bewegt, mit der Erschließung bis Ende Oktober 2019 so weit vorangekommen sein wird, dass die ersten Bauherren ab Anfang November loslegen können. Der Schutz des am Baugebiet brütenden Rotmilans hatte den Beginn der Erschließung verzögert.

„Losgelegt“ in einem anderen Sinn hat Freitagmorgen auch eine Anwohnerin der Teichbreite. Die Frau und Mutter hatte im Rathaus angerufen und sich beschwert, dass die Bauarbeiter schon um 5.41 Uhr mit den Arbeiten begännen: „6.30 oder 7 Uhr wäre ja okay, aber 5.41 Uhr geht gar nicht“, so die Anwohnerin unter Verweis auf ihre schlafenden Kinder. Als die Frau dann die Menschentraube beim Spatenstich vor ihrer Haustür sieht, geht sie persönlich auf die Straße, erneuert ihren Vorwurf in Gegenwart des Bürgermeisters und der Volksbank-Offiziellen. Just in diesem Moment kommt ein Mitarbeiter aus dem Rathaus angelaufen, will dem Baggerfahrer die Beschwerde der Frau zeitnah überbringen. Der Rathauschef ruft ihn zurück: „Alles schon geklärt“, beruhigt er. Denn: Sowohl Kraschewski als auch Harste und Kruse haben der Anwohnerin soeben versichert, dass an der Teichbreite künftig nicht mehr vor 6.30 Uhr gebaggert wird. Damit ist sie zufrieden.

Im Zuge der Erdarbeiten sollen auf dem 26 000 Quadratmeter großen Areal übrigens auch zwei Regenrückhaltebecken entstehen: eines zum Schutz der Bestands- und eines zum Schutz der Neubauten. tw