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Rinteln Ortsteile Mountainbikepark: Ideen nehmen Form an
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16:55 21.02.2018
Im nächsten Schritt wollen die Montainbike-Fans ein Konzept für den Betrieb und die Finanzierung des Parks ausarbeiten. Quelle: wm
Steinbergen

Das Fazit der Experten, Ingenieur Nico Reuter und Bikeprofi Joscha Forstreuter: Das Gelände eignet sich ideal. Dort könne man Strecken für Downhill-Profis anlegen, die ausgesetzte Passagen im Felsengelände lieben, sowie einfache Trails für Anfänger, sogar für die fünf- bis sechsjährigen Bike-Bambini.

Der nächste Schritt zum Park sei jetzt ein Konzept für den Betrieb und die Finanzierung, betonte Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Tourismuszentrums Westliches Weserbergland. Die Planer wollen darstellen, wo und wie die Mountainbike-Strecken angelegt werden können, was das kostet, welche vorhandenen Einrichtungen des ehemaligen Parks weiter genutzt, welche zurückgebaut werden sollten.

Liftanlagen kommen nicht infrage

Wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes sind auch Zahlen, die zeigen, wie man den Park langfristig wirtschaftlich führen kann. Deshalb schlagen die Planer auch vor, auf Liftanlagen als Aufstiegshilfe zu verzichten. Bei Investitionskosten von über einer Million Euro sei das nicht darstellbar. Stattdessen setzen sie auf einen Shuttle-Service mit Bussen und Fahrradanhängern. „Das hat den Vorteil“, schilderte Reuter, „dass man Busse einsetzen kann, wenn man sie braucht.“ Lifte müssten immer laufen.

Das Projektteam ist davon überzeugt, dass der Mountainbike-Park in Steinbergen ein Erfolg werden kann. Dafür gebe es alle Voraussetzungen: Es ist das erste Mittelgebirge, wenn man aus Norden kommt, es gibt eine Autobahnanbindung, Parkplätze und ein Wegenetz. Forstreuter und Reuter wollen auch einen neuen Trend mit besonderen Strecken und einer Akku-Servicestation bedienen: Mountainbiker mit E-Power. Steinbergen wäre damit der erste Mountainbike-Park mit diesem Angebot. Ein Park, der für Besucher aus ganz Norddeutschland gedacht ist. Der Verein BikeparkJahr1000Blick hat inzwischen 140 Mitglieder.

Trendsportart mit klaren Vorzügen

Für Reuter ist Mountainbiken ein Sport, dessen Zukunft gerade erst begonnen hat, der sich aus einer Nische zu einem Trend- und Breitensport entwickelt – etwa vergleichbar dem Ski- und Snowboardfahren. Vorteil: Downhillfahren kann man das ganze Jahr.

Gräbner hofft jetzt, dass alle Akteure von diesem Konzept zu überzeugen sind und die Finanzierung realisiert werden kann. Ziel sei selbstverständlich auch, die weiteren bereits bestehenden Angebote wie Baumwipfelpfad, Jahrtausendblick, Klettern und Festivals in den künftigen „Outdoor-Aktiv-Park“ einzubinden. wm