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Rinteln Stadt 800 Euro Wohngeld erschlichen
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt 800 Euro Wohngeld erschlichen
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21:16 02.05.2017
Quelle: Symbolfoto (dpa)
RINTELN

Anfang Juli 2013 füllte die heute 44-Jährige einen Antrag aus, wonach ihr ab September weiterhin das für jeweils ein Jahr zu zahlende Wohngeld bewilligt werden sollte. Dieses Formular ging dann Mitte September bei der Behörde ein. Vier Wochen vorher, im August, trat die Frau eine Arbeitsstelle bei einem Unternehmen in Stadthagen an. Das teilte sie jedoch nicht mit. Durch einen Datenabgleich flog ihr Versäumnis auf. Daraufhin wurde die Angeklagte angeschrieben, die ihrerseits erwiderte, sie habe diese Tätigkeit sehr wohl gemeldet. Laut Angaben einer Zeugin war dies aber nicht der Fall, die Wohngeldzahlung wurde eingestellt.

Rund 670 Euro sind noch offen

Auf spätere Ansprachen seitens der Behörde reagierte die 44-Jährige nicht. Schließlich wurde das überzahlte Wohngeld in Höhe von 800 Euro zurückgefordert. Wiederum reagierte die Frau nicht, auch nicht auf die Mahnung. Im Sommer 2015 wurde daraufhin die Staatsanwaltschaft Bückeburg informiert. Danach zahlte die Frau mehrmals 20 Euro zurück, rund 670 Euro sind allerdings noch offen.

„Es war keine böse Absicht“, beteuerte die Angeklagte jetzt vor dem Amtsgericht. Sie sei der Meinung gewesen, sie habe das richtig angegeben. Damals wie heute befindet sich die Frau offenbar in einer schwierigen Situation: In der Familie gibt es unter anderem gesundheitliche Probleme. Vor allem ist zuvor ihr kleines Enkelkind verstorben. maf