Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rinteln Stadt Aus jetzt!
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Aus jetzt!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 03.08.2018
Anzeige
Rinteln

Seit gut drei Jahren gibt es mittlerweile dank einer Initiative der Stadt nun auch kostenloses Internet auf dem Marktplatz, was vor allem die Smartphone-Liebhaber freut. Unendlich kann man allerdings nicht mit dem Gratis-WLAN telefonieren, Videos gucken oder Nachrichten verschicken: Zwischen 21 und 6 Uhr wird das freie Internet in Rinteln abgestellt, und zwar jeden Tag.

„Das ist ganz bewusst so“, erzählt Bürgermeister Thomas Priemer. „Der Marktplatz ist immer sehr belebt, gerade jetzt in den Sommermonaten.“ Das bekämen die Anwohner natürlich sowieso mit. „Gerade bei diesen hohen Temperaturen lassen viele von ihnen aber nachts ihr Fenster offen.“ Freies WLAN würde die Geräuschkulisse auf dem Platz noch verstärken, denn es werde vor allem genutzt, um sich Videos anzusehen oder um über internetbasierte Dienste wie WhatsApp oder Facebook zu telefonieren. „Wir wollen verhindern, dass die Menschen bis spätabends oder sogar nachts laute Gespräche führen“, sagt Priemer. Mitten auf dem Marktplatz würde sich außerdem die Lautstärke noch verstärken.

Priemer hat dabei anscheinend eine ganz besondere Menschengruppe im Auge: „Wir finden es natürlich toll, dass Migranten über das freie WLAN Kontakt in ihre Heimat aufnehmen können“, so Priemer. Doch laute Gespräche solle es nun mal nicht am späten Abend oder nachts geben.

Man habe schon einmal darüber nachgedacht, ob man die Zeiten über 21 Uhr hinaus ausdehne. Doch bislang gebe es keine Beschwerden und keinen triftigen Anlass hierfür.

Im Gespräch sei darüber hinaus gewesen, ob das WLAN der Stadt ausgedehnt werden sollte. „Momentan haben wir freies Internet am Rathaus, auf dem Marktplatz sowie in großen Teilen der Kloster- und Weserstraße“, erläutert Priemer. Für mehr Abdeckung gebe es aus seiner Sicht „keinen weiteren Bedarf“. Außerdem würden die entsprechenden Handytarife zunehmend günstiger werden, sodass man privat nach Belieben im Internet surfen könne.mld