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Rinteln Stadt Bereit für den „Megamarsch“ in Rinteln
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Bereit für den „Megamarsch“ in Rinteln
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22:43 20.03.2019
Der „Megamarsch“ lädt alle interessierten dazu ein, 100 Kilometer innerhalb von 24 Stunden zu laufen. Überall in Deutschland wird das Event mittlerweile veranstaltet, auch in Rinteln. Quelle: pr.
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Rinteln

Matthias Gräbner, Geschäftsführer des Touristikzentrums Westliches Weserbergland, ist von der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) mit guten Nachrichten zurückgekommen: Der Weser-Radweg ist wieder auf Platz eins im Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Hier habe sich die gemeinsame Werbung der Region ausgezahlt, sagt Gräbner. Gezählt wurden auf dem Weserradweg rund 250 000 Radfahrer, 225 000 Tagestouristen sowie 25 000 Urlaubsradler, die mehrmals in der Region übernachtet haben.
Der Weserberglandweg als Weitwanderweg und die Rund- beziehungsweise Kurzwanderwege „Ith-Hils-Weg“, „Drei-Burgen-Weg“ (ab der Schaumburg) und „Weg zur Selbstzuwendung“ im Auetal sind wieder als „Qualitätswanderwege“ zertifiziert worden.

Übernachtungs-Rekordjahr 2018

2018 war für den Tourismus im Weserbergland, besonders in Rinteln, bei den Übernachtungszahlen ein Rekordjahr: 149 424 Übernachtungen in der Weserstadt, das ist gegenüber 2017 ein sattes Plus von zwölf Prozent. Davon sind etwa 45 Prozent Campinggäste, 40 Prozent Hotel- und Pensionsgäste. Die anderen Übernachtungen sind in der Burghofklinik und in Privatquartieren registriert worden, wobei Pensionen unter zehn Betten in dieser Statistik nicht erfasst werden. Für diesen Sektor müsse man also noch einmal rund 30 Prozent Übernachtungen dazurechnen, betont Gräbner.
Überrascht habe ihn, wie viele Wanderer sich bereits jetzt für den am 25. Mai geplanten „Megamarsch“ (über 100 Kilometer in 24 Stunden) angemeldet haben: 1200 Teilnehmer, viele kämen sogar aus der Schweiz und den Niederlanden.
Nicht nur die Zahl der Wanderer, auch die 100-Kilometer-Strecke sei logistisch eine Herausforderung. Hier gebe es noch Abstimmungsgespräche mit den Behörden und der Polizei, schilderte Gräbner.
Start und Ziel werden in Rinteln liegen. Nach dem Start müssten also die Wanderer sicher über viel befahrende Straßen geführt werden. Auf der langen Strecke entzerre sich dann das Teilnehmerfeld. Es werde vier Verpflegungsstationen geben.
Die Erfahrung des Veranstalters zeige, dass etwa 20 Prozent aller Starter die ganzen 100 Kilometer schaffen. Das bedeutet: Es muss unterwegs „Ausstiegspunkte“ geben, wo Wanderer abgeholt werden können. Gräbner geht davon aus, dass der Streckenverlauf bis Ende März im Detail feststeht.
Auch in Rinteln gibt es inzwischen viele, die für diesen Marsch trainieren. Tipp von Profis: Neue Wanderschuhe jetzt schon einlaufen.
Auch für den inzwischen zehnten Weserradmarathon, die „Große Weserrunde“ am 31. August, zeichnet sich ab, dass rund 500 Starter kommen werden. Fest angemeldet haben sich bereits 120 Teilnehmer – bis Ende März gilt hier noch der Frühbucherrabatt. Für Gräbner als Touristiker wichtig: Der Radmarathon mache die Region in ganz Deutschland bekannt. „Wir erreichen eine Zielgruppe, die sonst nicht ins Weserbergland gekommen wäre. Und die wiederkommt.“

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Neue Saison, neue Ideen

Gräbner hat außerdem neue Ideen für diese Saison. So soll bis Mai oder Juni ein Rundweg, ein Besucherleitsystem am Möllenbecker Kloster fertiggestellt werden. Bisher wisse der Besucher nicht, wo er Informationen über das Kloster findet und was er überhaupt besichtigen darf. Durch Hofcafé und Hotel sei das Kloster für Wochenendbesucher und Radfahrer zu einem beliebten Treffpunkt geworden.
Das Thema Digitalisierung ist im Touristikzentrum am Bürgerhaus angekommen. Hier will Gräbner ein Infoterminal aufstellen lassen, an dem Touristen unter anderem einen virtuellen Rundgang durchs Museum und das Kloster Möllenbeck machen können. Vorstellen könne er sich auch die Einrichtung einer „Touristenlinie“, eines Shuttlebusses während der Saison. Zwischen Detmold, Bad Meinberg und Bad Pyrmont laufe eine solche Linie seit 2018 zu Ausflugszielen.
Die E-Bikes, die man in der Tourist-Info am Marktplatz mieten kann, „laufen wie geschnitten Brot“ sagt Gräbner. Und: Auch Rintelner nutzen das Angebot.

Von Hans Weimann