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Rinteln Stadt Brand in Mehrfamilienhaus
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Brand in Mehrfamilienhaus
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18:21 30.06.2018
Die Feuerwehr verlegt vor dem Mehrfamilienhaus Schläuche, während auch im Inneren des Hauses Löscharbeiten laufen.
Die Feuerwehr verlegt vor dem Mehrfamilienhaus Schläuche, während auch im Inneren des Hauses Löscharbeiten laufen. Quelle: tol
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Rinteln

Flammen schlugen am Samstagvormittag gegen 11.40 Uhr aus einem Fenster, pechschwarzer Qualm stieg auf.

Auf dem Hof der Grundschule Nord landete ADAC-Hubschrauber „Christoph 6“ aus Bremen. Die Besatzung war wenige Minuten zuvor am Klinikum Minden gestartet.

Die Feuerwehr rückte mit 110 Frauen und Männern an. Der Brand war in einer Erdgeschoss-Wohnung ausgebrochen. „Als wir eintrafen, schlugen bereits Flammen nach draußen“, berichtet Stadtbrandmeister Friedel Garbe. Freiwillige rüsteten sich sofort mit schwerem Atemschutz aus. Etwa 20 Menschen seien über das Treppenhaus ins Freie gebracht worden.

Schnelle Evakuierung möglich

„Zum Glück waren wir sehr schnell da. Das Treppenhaus war anfangs nur leicht verraucht, deshalb konnten wir das Haus rasch evakuieren“, sagt Garbe. Fünf Bewohner seien verletzt worden, zwei davon schwer, teilte die Polizei Rinteln auf Anfrage der SZ/LZ mit. Die Opfer hätten Rauchgasvergiftungen erlitten und seien vom Rettungsdienst behandelt worden, hieß es.

Eine Person habe sich bei der Flucht vor dem Feuer zudem eine schwere Schnittverletzung an der Hand zugezogen, sagte ein Polizeibeamter. Die Leitstelle alarmierte neben der Feuerwehr auch zahlreiche Rettungskräfte mit dem Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzen“, kurz MANV. „Neben dem Mehrfamilienhaus befindet sich ein Kindergarten.

Als der Brand an der Saarstraße ausbrach, wurde dort gerade ein Sommerfest gefeiert. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Mädchen und Jungen Rauch eingeatmet haben“, erklärt Garbe. Die Retter hätten aber schnell Entwarnung geben können. Kein Kind sei durch den Brand verletzt worden.

110 Feuerwehrleute im Einsatz

Feuerwehrleute bekämpften derweil unter schwerem Atemschutz die Flammen. Die gesamte Wohnung habe in Vollbrand gestanden, sagte Gabe. Das Feuer habe in mehreren Räumen gewütet. Freiwillige aus Todenmann, Möllenbeck, Schaumburg und Deckbergen unterstützen ihre Kameraden aus Rinteln. Auch die sogenannte Versorgungskomponente aus Uchtorf und die Werkfeuerwehr der Lebenshilfe rückten aus. 110 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Noch steht nicht fest, an welcher Stelle das Feuer in der Wohnung ausgebrochen ist. Auch die Brandursache ist nach Angaben der Polizei noch unbekannt. Kriminalisten haben Ermittlungen aufgenommen. Eine Gebäudehälfte soll derzeit unbewohnbar sein.

Der Rettungshubschrauber sei wenig später wieder gestartet - ohne einen Patienten an Bord nehmen zu müssen, hieß es. Die Luftretter seien zu einem medizinischen Notfall nach Krankenhagen geschickt worden, teilte die Polizei mit. Jemand habe sich bei einem Sturz verletzt. leo