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Rinteln Stadt Darum ist mit Shisha-Rauchen im Masaya in Rinteln Schluss
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Darum ist mit Shisha-Rauchen im Masaya in Rinteln Schluss
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21:22 15.11.2019
Im „Masaya“ an der Mühlenstraße dürfen die Gäste vorerst keine Wasserpfeifen mehr rauchen; der Betrieb will aber schon nächste Woche nachrüsten. Quelle: lea
Rinteln

„Der Shisha-Betrieb ist hier ab sofort untersagt“, teilt Ulrich Kipp, Leiter des Rintelner Ordnungsamtes, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Nachdem am Donnerstagabend noch das mündliche Verbot von Mitarbeitern des Amts ausgesprochen wurde, folgte am Freitagmorgen die schriftliche Mitteilung an den Geschäftsführer.

Der Grund dafür sind erhöhte Kohlenmonoxid-Werte, die am Donnerstagabend gemessen wurden. „Im Raucherbereich haben wir Werte von 50 ppm gemessen“, so Kipp. Die Abkürzung ppm steht für den englischen Ausdruck „parts per million“, also „Teile einer Million“, und sagt aus, in welcher Konzentration das geruch- und farblose Gas vorhanden ist. 30 ppm ist die am Arbeitsplatz maximal zulässige Konzentration, ab über 60 ppm spricht man von erhöhter Kohlenmonoxid-Konzentration.

Nach der Messung geräumt

Das Ordnungsamt habe die Bar nach der Messung „zum Schutz der Gäste“ räumen lassen und habe in allen Bereichen die Türen geöffnet. Der hiesige Feuerwehr-Messtrup habe ebenfalls unterstützt. Ein Notarzt des Deutschen Roten Kreuzes war ebenfalls vor Ort – allerdings nicht, weil es gesundheitliche Schäden gegeben habe, so Kipp. Sondern, um die Gäste aufzuklären. „Die Beratungsgespräche wurden gut angenommen“, erläutert Kipp.

Der Betrieb an der Mühlenstraße 15 ist derweil nicht geschlossen, sondern geht zu den normalen Öffnungszeiten weiter. Die Gastronomie wird weiter betrieben, das Rauchen von Zigaretten im Raucherbereich ist außerdem weiterhin gestattet.

Lüftung nicht eingeschaltet?

Neben dem Ordnungsamt meldete das Bauamt Beanstandungen baurechtlicher Natur an. Für eine Erörterung war dieses am Freitag jedoch nicht zu erreichen. Außerdem fehlt der Shisha-Bar laut Polizei eine Be- und Entlüftungsanlage. Hiergegen wehrt sich Khalil Reduan, Geschäftsführer des Masaya, entschieden: Natürlich gebe es eine solche Entlüftungsanlage, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Er sei jedoch am Donnerstag nicht selber in der Shisha-Bar gewesen und seine Mitarbeiter hätten lediglich vergessen, die Anlage einzuschalten. So sei der höhere Kohlenmonoxid-Wert zustande gekommen.

Gleich am Montag werde ein Unternehmen die Anlage nachrüsten, und schon Mitte der Woche wolle das Ordnungsamt noch einmal vorbeikommen und den Betrieb erneut prüfen. Danach könne vielleicht schon wieder Shisha geraucht werden.

Über 30 Gäste

Das Ordnungsamt hatte schon in der Vergangenheit dem Masaya einen Kontrollbesuch abgestattet; damals hätten sich aber nur drei Gäste in der Shisha-Bar aufgehalten, sagt Kipp, und man hätte keine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gemessen. Am Donnerstagabend hingegen wären es über 30 Gäste gewesen.

Von Marieluise Denecke

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