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Rinteln Stadt Böse Überraschung: Spielzeuginsel in Rinteln steht unter Wasser
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Böse Überraschung: Spielzeuginsel in Rinteln steht unter Wasser
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00:23 26.05.2019
Feuerwehrkräfte helfen am Mittwochmorgen, das Wasser aus dem niedrig gelegenen Teil der Spielzeuginsel herauszubekommen. Quelle: mld
Rinteln

Als Silvia Bräuer am Dienstagabend ihr Geschäft, die Spielzeuginsel am Marktplatz, abgeschlossen hat, hat sie nicht ahnen können, welch böse Überraschung sie am nächsten Morgen erwarten würde.

Zur gewöhnlichen Zeit öffnete die Inhaberin des beliebten Rintelner Spielzeugladens die Türen – und musste mit Schreck feststellen, dass ein Teil des Geschäftes unter Wasser stand.

Feuerwehr muss Unterstützung leisten

Mehrere Zentimeter hoch stand das Wasser im niedrigen Teil des insgesamt rund 130 Quadratmeter großen Geschäfts sowie in den angrenzenden Lagerräumen. „Ich habe sofort den Gebäudeeigentümer benachrichtigt“, erzählt eine merklich mitgenommene Silvia Bräuer gestern Vormittag gegenüber dieser Zeitung.

Doch schnell war klar: Gegen das Wasser kommen zwei einzelne Personen nicht an. „Also habe ich die Feuerwehr benachrichtigt“, so Bräuer.

Wie kam das Wasser über Nacht in die Spielzeuginsel?

Die Feuerwehr Rinteln rückte mit einer Löschgruppe sowie mehreren Fahrzeugen und Geräten an, um die Situation so schnell wie möglich zu beheben. Ein Schlauch wurde von der Spielzeuginsel durch die Nebenräume auf den Marktplatz gelegt und dieser mit einem Schmutzwassersauger verbunden, sodass die Einsatzkräfte das Wasser schnell nach draußen transportieren konnten.

Weshalb genau das Wasser ins Geschäft eingedrungen ist, war gestern noch unklar. Laut Ortsbrandmeister Thomas Blaue könnte ein Sickerschacht im hinteren Gebäudeteil die Ursache sein. Durch den Starkregen am Dienstag könnte Grundwasser durch den Schacht nach oben gedrückt worden und in den Laden gelaufen sein.

Beschädigte Ware: Noch will die Versicherung nicht eingreifen

Besonders ärgerlich in einer solchen Situation: So lange die Ursache nicht klar ist, will keine Versicherung die Verantwortung übernehmen. So war noch am Vormittag zu erleben, wie ein Vertreter der Gebäudeversicherung auf höhere Gewalt als Ursache pochte – und sich daher auch nicht dafür verantwortlich sah, Trocknungsgeräte für das Geschäft bereitzustellen.

Nur: So lange sich Restfeuchtigkeit im Geschäft hält, könnten Wände oder die vielen Pappkartons der ausgestellten Ware ebenfalls feucht werden. Wo Ware direkt mit dem Wasser in Berührung gekommen ist, wurde sie beschädigt oder wurden die Verpackungen aufgeweicht, sodass sie nicht mehr verkauft werden können.

Geschäft bleibt trotz Aufräumarbeiten geschlossen

Besonders ärgerlich: „Ich hatte schon Ware für das Weihnachtsgeschäft bestellt“, so Bräuer. Denn nur solch langfristige Planung lohne sich für ein lokales Spielzeuggeschäft.

Wie hoch der Schaden ist, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Während der Aufräumarbeiten ist das Geschäft, Markt 3, zu den gewöhnlichen Zeiten geöffnet. von Marieluise Denecke