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Rinteln Stadt Ecstasy-Tabletten an 14-Jährigen abgegeben
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Ecstasy-Tabletten an 14-Jährigen abgegeben
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07:48 22.10.2018
Der Angeklagte soll im Tatzeitraum selbst regelmäßig Drogen konsumiert haben.
Der Angeklagte soll im Tatzeitraum selbst regelmäßig Drogen konsumiert haben. Quelle: Symbolfoto, dpa
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Rinteln

Der Angeklagte hatte vor zwei Jahren viermal die allgemein als mittelschwer eingestufte Droge an einen Freund seines Cousins zum Stückpreis von fünf bis 20 Euro veräußert. Dafür verurteilte das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Ulf Kranitz ihn wegen unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe. Außerdem muss der von Rechtsanwalt Marco Vogt verteidigte Arbeitslose demnächst 140 Stunden gemeinnützig tätig werden.

Kein Gewinn erzielt

Im Tatzeitraum hatte der Angeklagte selbst Drogen konsumiert, zumeist am Wochenende auf Partys. Eines Tages fragte sein Cousin ihn, ob er für einen Freund etwas habe. Die beiden Freunde kamen dann in die Wohnung des Rintelners. Dort verkaufte er dem 14-Jährigen die Ecstasy-Tabletten zum Selbstkostenpreis. Einen Gewinn erzielte er dabei nicht. Der Arbeitslose gab an, seit eineinhalb Jahren keine Drogen mehr zu konsumieren.

„Sie haben richtig Glück gehabt, dass das nicht weiter aufgeklärt worden ist“, stellte Kranitz abschließend fest. Er meinte damit eine Hausdurchsuchung bei dem Angeklagten. Damals wurden nicht nur eine Metallluftpistole, ein Schreckschussrevolver und ein Pfefferspray sichergestellt, sondern auch Beutel mit Marihuana und Ecstasy-Tabletten. Vor allem aber auch drei Feinwaagen – ein deutliches Indiz für den Handel mit Betäubungsmitteln. maf